Die geplante Änderung der DIN 18008 beschäftigt die Branche, doch wie stehen eigentlich Endkunden zur Forderung nach verpflichtendem Einsatz von Sicherheitsglas bis mindestens 80 Zentimeter über Verkehrsfläche?
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© xMarkus Schwab findet, dass die Norm für alle Anwendungsbereiche gelten sollte. Ich finde es sinnvoll, dass die Norm hier den Einsatz von Sicherheitsglas vorschreiben will. Das Verletzungsrisiko ist nicht zu unterschätzen, so dass ich für das Mehr an Sicherheit auch bereit wäre, mehr Geld auszugeben – zumindest solange es vom Preis her vertretbar ist. Konsequenterweise sollte sich die Norm aber auch auf alle Einsatzbereiche von Bauteilen aus Glas erstrecken, also auch auf den Innenbereich. Als Kind habe ich einmal miterlebt, wie jemand durch eine Zimmertür mit Lichtausschnitten gestürzt ist. Auch hier ist Prävention sinnvoll. Ein anderer Punkt, der mir wichtig wäre, ist der, dass die Norm keine Schlupflöcher zulässt. Nur so ist gewährleistet, dass Kunden wie Verarbeiter gleichbehandelt werden. Jeder benötigt das gleiche Produkt; und in diesem Sinn fällt dann ja auch die Argumentation rund um den Preis weg, wenn in den betreffenden Fällen einheitlich Sicherheitsglas verkauft werden muss. -
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© yRegine Krüger würde für mehr Sicherheit auch mehr Geld investieren. Meine Kinder sind schon groß. Insofern bräuchte ich, wenn ich an unsere Terrassentür denke, an dieser Stelle eigentlich nicht mehr Sicherheit. Mit mir reden lassen könnte ich, wenn das eingesetzte Sicherheitsglas auch etwas für den Einbruchschutz bringt. Allerdings spielte auch bei unserem zurückliegenden Hauskauf das Thema Energiesparen eine weitaus wichtigere Rolle als solche Sicherheitsaspekte. Für sinnvoll halte ich den Einsatz von Sicherheitsglas dagegen im Innenbereich, falls man beispielsweise mal nachts gegen entsprechende Aufbauten läuft. Insofern sollte es die Norm vielleicht lieber zulassen, den Einsatz von Sicherheitsglas bedarfsgerecht zu regeln, als diesen grundsätzlich vorzuschreiben. Einen höheren Preis würde ich in entsprechenden Fällen bezahlen, um das Mehr an Sicherheit zu bekommen. Mit längeren Lieferzeiten, vielleicht im Rahmen von zwei bis drei Wochen, kann ich leben. -
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© zRalph Theis schaut aufs Geld, könnte aber auch mit der Normänderung gut leben. Um ehrlich zu sein, ist es mir relativ gleichgültig, um was es bei dieser Normänderung geht. Man muss das Grundvertrauen haben, dass die Vertreter in dem Ausschuss wissen, welche Maßnahmen die richtigen sind. Aber wenn Sie mich schon fragen: Die Forderung nach mehr Sicherheit kann ich grundsätzlich nachvollziehen. Und wenn die Norm dann Sicherheitsglas vorschreiben sollte, würde ich auch die Mehrkosten hinnehmen – zwangsläufig so zu sagen. Andererseits wäre wohl eine Wahlmöglichkeit sinnvoll, um situationsabhängig zu entscheiden, ob tatsächlich Sicherheitsglas erforderlich ist oder ob nicht doch einfaches Glas auch ausreichen würde. Sollte die Norm irgendwann für den Innenbereich gelten, sehe ich speziell dort die Notwendigkeit von Sicherheitsglas nicht überall. Solange mir die Wahl überlassen wird, bevorzuge ich, ungeachtet des höheren Schutzes durch Sicherheitsglas, die günstigere Variante.