Nachgefragt Kruchen: Gebhardt-Stahl ist gerüstet für turbulentes Jahr

Seit dem 1. September ist Henrik Kruchen CEO der Gebhardt-Stahl GmbH im westfälischen Werl. GFF sprach mit ihm über die ersten Monate in der neuen Position und seine Erwartung für das Geschäftsjahr 2022.

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Seit dem 1. September 2021 ist Henrik Kruchen CEO der Gebhardt-Stahl GmbH im westfälischen Werl. - © Gebhardt-Stahl

GFF: Herr Kruchen, Sie sind seit dem 1. September in der Verantwortung. Wie lautet Ihre erste Bilanz?

Kruchen: Gebhardt-Stahl ist ein äußerst kundenorientiertes Unternehmen mit einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte. Ich habe bisher lauter verantwortungsvolle, motivierte und engagierte Menschen kennengelernt. Das ist ein großes Privileg. Unsere Qualität und Zuverlässigkeit zeichnet sich auch in unserem vertrauensvollen Arbeitsklima aus.

Wir wollen in der gesamten Organisation - zusammen mit den Schwester- und Tochtergesellschaften - etwas näher zusammenrücken und investieren daher in neue Kapazitäten und Technologien. Wir haben unter anderem in eine neue Maschine mit einer Produktionskapazität von circa 6.000 Tonnen pro Jahr investiert.

GFF: 2021 war geprägt durch hohe Nachfrage sowie zunehmende Versorgungsprobleme bei Rohstoffen. Was erwarten Sie in diesem Jahr?

Kruchen: Die aktuelle Rohstoff- und Logistiksituation ist für alle Zulieferer nicht einfach, dennoch konnten und können wir unsere Kunden weiterhin termingerecht bedienen. Wir bauen dabei auf unsere langjährigen Geschäftsbeziehungen. Auch in Krisenzeiten sind wir der verlässliche Partner für unsere Kunden.

Nichtsdestotrotz treibt uns die Versorgungssituation auch in diesem Jahr weiter um. Gestiegene Vormaterialpreise führen auch bei uns zu Preisanpassungen, wir versuchen allerdings diese so gering wie möglich zu halten. Durch Importbeschränkungen sowie die Dekarbonisierung erwarten wir wieder ein turbulentes Jahr, für das wir allerdings bestens gerüstet sind.