Wenn Kleben, dann richtig Warum die Zeit bei Aluplast nicht stehen bleibt

Zug um Zug hat das Karlsruher Systemhaus sämtliche Flügelprofile auf die Multifalz-Technologie umgestellt, mit der Verarbeiter ihre Elemente verklotzen, verkleben oder in der Highend Variante als Energeto-Elemente ausführen. Aber im Hintergrund laufen noch ganz andere Dinge.

Mitte Jänner hat GFF-Online in Karlsruhe vorbeigeschaut und frische Infos für das Klebetechnik-Spezial in der Februarausgabe mitgenommen. - © Kober

Beide GFF-Online-Gesprächspartner Michael Dietz (Systemtechnik) und Joachim Hauns (Engineering) stellen in Anwesenheit von Christin Benz heraus, dass die Klebetechnik für das familiengeführte Unternehmen weit mehr als nice to have sei. Zum einen lasse sich dies daran ableiten, dass nicht Insellösungen, also einzelne Klebeflügel, das Portfolio abrundeten, sondern Aluplast systemübergreifend als Komplettanbieter für die Klebetechnik auftritt. Zum anderen sei die Herangehensweise ans Thema in Richtung Kunde und Lieferanten partnerschaftlich geprägt: "Uns ist der Dialog wichtig", sagt Hauns, denn das gesamte Setup sei nicht trivial: "Wechselt der Kunde beispielsweise seinen Glaslieferanten, so bieten wir gerne an, die Kompatibilität zu den weiteren Systemkomponenten sicherzustellen. Er hat bei uns einen Ansprechpartner, der ihn begleitet – nicht nur bis zur Implementierung der Prozesse."

Original und Me too

Das zahlt sich schon aus, wenngleich Dietz für die Branche sagt, dass "die Erwartungen höherlagen", was die Geschwindigkeit angeht, mit der sich die Klebetechnik als Standard etablieren würde; Studien sehen den Anteil aktuell zwischen acht und zehn Prozent. Aluplast ist da weiter, laut Hauns gelinge es Jahr für Jahr, große Kunden bzw. deren Fertigungsprozesse umzustellen und/oder mit der Klebetechnik als Argument Neukunden zu gewinnen. Mag sein, dass das ein Stück weit den Mechanismen von Original und Me too geschuldet ist; letzten Endes verweist der Systemgeber aus Baden-Württemberg auf Milestones der Entwicklung wie das exklusive Klebstoffsystem AP bond, die RC2-Zulassung, jetzt Multifalz und künftig vielleicht auf breiter Basis eine Lösung, die noch besser zum eigenen Anspruch und ursprünglichen FENSTERBAU FRONTALE-Motto "Ökologie und Ressourceneffizienz" passen soll.

Projekt "Primerless" ist angelaufen

Derzeit laufen nach GFF-Online-Informationen Erprobungen bei zwei deutschen Pilotkunden, bei denen es darum geht, Voraussetzungen für das Verkleben ohne eine Vorbehandlung der Oberfläche zu schaffen, das Projekt trägt intern den Arbeitstitel "Primerless". Wie gesagt, Aluplast legt Wert auf die Feststellung, dass es sich um ein Zukunftsthema handelt, das noch nicht zur breitflächigen Markteinführung ansteht, das aber auf Sicht durchaus die bonding inside-Ausführung substituieren könnte. Tatsache ist, dass die bisher zur Oberflächenvorbereitung eingesetzten, partiell lösemittelhaltigen Produkte in die Umgebung ablüfteten und hier in Sachen Ressourceneffizienz Entwicklungen in Richtung eines von der bisherigen Herangehensweise "komplett losgelösten Klebesystems" ans Laufen gekommen sind.

Klarerweise wird Sie GFF dazu auf dem Laufenden halten, die Veröffentlichung zu unserem Vororttermin im Jänner finden Sie im Klebetechnik-Spezial der Februarausgabe.