Kurz gefragt „Die Vernetzung beschleunigt heute die Prozesse.“

Dr.-Ing. Werner Jager ist Direktor Technik und Marketing bei Wicona in Ulm. - © Wicona

GFF: Herr Dr.-Ing. Jager, von welchen Digitalisierungsangeboten profitieren die Kunden von Wicona?

Jager: Wir haben drei Schwerpunkte. Zum einen soll der Architekt einfach mit uns planen können. Mit der Software Wic3D übernimmt er unsere Konstruktionen maßstabsgetreu nach Revit. Dieselben Daten nutzt wiederum der Metallbauer zukünftig in der Software Wictop, um dem Architekten zügig ein Angebot zu erstellen. Diese Vernetzung beschleunigt die Prozesse. Über das Portal Com@lu hat der Metallbauer zudem Zugriff auf unser SAP-System. Er löst in Wictop papierlos Bestellungen aus und sieht direkt, ob das Material bei uns am Lager vorhanden ist und ab wann er frühestmöglich mit der Fertigung sowie Montage beginnen kann.

Wie digitalisiert sind denn Ihre Kunden?

Da gibt es eine große Bandbreite mit zwei Extremen: digital versus analog. Mittlere und größere Betriebe sind eher digital unterwegs und beispielsweise auch an dem System für die papierlose Werkstatt interessiert. Kleinere Betriebe bestellen dagegen sogar oft noch per Fax.

Inwiefern profitieren denn auch kleinere Betriebe von der Digitalisierung?

Die Digitalisierung hat für kleinere Betriebe den Riesenvorteil, dass der Chef seine Mitarbeiter schnell an eine qualitativ hochwertige Fertigung von Fenstern, Türen, Fassaden heranführen kann. Das funktioniert z.B. über die papierlose Werkstatt. Wir haben dafür Videotutorials erstellt, die z.B. fachfremden Personen den Zusammenbau der Wicona Produkte erklären. Hier wie auch bei Com@lu profitiert der Betrieb von der 24/7-Verfügbarkeit.