Aufgrund des sehr umfangreichen Isolierglassortiments der Weru Group müssen wir in der Lage sein, mit einer hohen Variantenvielfalt im Bereich der Abstandshalter umzugehen. Dies gelingt uns durch einen hohen Auflösungsgrad in unserem ERP-System, der uns eine vorausschauende Planung der Bestände ermöglicht. Maschineneinstellungen und Parameter müssen sehr genau an die einzelnen Abstandhaltertypen und -dicken angepasst sein. Bei Weru werden derzeit drei Abstandhaltermaterialien verarbeitet: Kunststoffabstandhalter (Condense-Stop), Edelstahlabstandhalter (ESA) und Aluminiumabstandhalter, die wir Kunden optional anbieten. Da die Abstandhalter just in time zugeführt werden, kann es bei Problemen in der Herstellung der Abstandhalterrahmen grundsätzlich zu Stillständen in der Fertigung kommen. Dieses Risiko wird durch einen flexiblen Biegeprozess sowie den optimierten Standort der Biegeanlage (kurze Wege) minimiert. Die Biegereihenfolge ist abgestimmt auf die Produktionsreihenfolge der Montagelinie und wird vom System angepasst. Eine saubere Anlage, insbesondere der Lichtschranken, und das ständige Kontrollieren der Parameter und Einstellungen sind dabei obligatorisch. Des Weiteren arbeiten wir mit namhaften europäischen Herstellern zusammen, mit denen wir langfristige Lieferverträge geschlossen haben. Daher gehen wir davon aus, dass es zwar theoretisch zu Engpässen kommen kann, wir jedoch durch unsere Maßnahmen ein solches Risiko mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen können.
www.weru.com
Je mehr Arbeitsschritte miteinander verkettet sind, desto höher ist das Ausfallrisiko. Bei der Fertigung von thermoplastischen Abstandhaltern (TPA) haben wir eine Maschine, die alles in einem Zug erledigt. Bei der Herstellung von festen Abstandhaltern haben wir jedoch gleich mehrere miteinander verbundene Prozesse: Lagerung, Biegen, Einfüllen der Trockenmittel, Butylierung und Aufbringen des Rahmens. Damit diese Prozesse reibungslos ablaufen, müssen die Maschinen stets zuverlässig arbeiten – und es muss sichergestellt werden, dass das benötigte Material immer in guter Qualität verfügbar ist. Das alles haben wir bei unseren Maschinen bedacht und u.a. eine Art Pufferspeicherung integriert, so dass es immer einen kleinen Vorrat gibt, um einen flüssigen Ablauf zu ermöglichen. Mit unserem System lässt sich daher weitestgehend ausschließen, dass es in der Prozesskette zu Stillständen kommt. Ein Faktor, der ebenfalls eine Rolle spielt, ist das Rahmenmaterial. Abstandhalter haben in den vergangenen Jahren eine Art Psi-Wert-Rally hinter sich gebracht. Um den Energieverlust über den Randverbund immer geringer zu gestalten, wurden Wanddicken reduziert und labilere Systeme verwendet. Das Ergebnis: Die Abstandhalter haben an Stabilität eingebüßt. Das erschwert das Handling der Rahmen und beeinflusst die Effizienz der Linie. Zudem leidet die Qualität des Isolierglases, wenn der Rahmen durchhängt. Zum Glück haben die Spacerhersteller dies bemerkt und gehen dazu über, wieder stabilere Abstandhalter herzustellen.
www.lisec.com