Vorteile aus nächster Nähe Passivhaus-Bewohner öffnen ihre Türen

Ein Passivhaus spart nicht nur Kosten. Zu den größten Vorteilen der energieeffizienten Bauweise zählt der hohe Komfort. Wer sich davon selbst überzeugen möchte, hat an den Tagen des Passivhauses die Chance – vom 7. bis 9. November können Interessierte Passivhäuser in ganz Deutschland besichtigen. Experten zeigen, wie es funktioniert, Bewohner geben ihre Erfahrungen weiter.

Vom 7. bis 9. November können Interessierte Passivhäuser in ganz Deutschland besichtigen. - © Passivhaus-Eco

Bei einer Besichtigung wird deutlich, was ein Passivhaus auszeichnet: Die Luftqualität ist höher als in konventionellen Gebäuden, Schimmelbildung ist praktisch ausgeschlossen – und entgegen hartnäckiger Vorurteile lassen sich auch in einem Passivhaus die Fenster öffnen. Wer als angehender Bauherr oder Mieter noch unsicher ist, kann im Gespräch mit zum Teil langjährigen Passivhaus-Bewohnern viele Fragen klären. Eine Übersicht der Gebäude, deren Türen an den Tagen des Passivhauses in verschiedenen Städten und Regionen geöffnet sind, bietet die Internetseite www.passivhausprojekte.de.

Energiesparen auf hohem Niveau

Mehr als ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in den westlichen Industrienationen fließt in den Betrieb von Gebäuden, überwiegend in die Beheizung. Mit dem Passivhaus-Standard lassen sich laut PHI bis zu 90 Prozent dieser Energie einsparen. Die breite Umsetzung der Bauweise trage maßgeblich zu einem Gelingen von Energiewende und Klimaschutz bei – zugleich ist sie ein sicherer Weg hin zu mehr Unabhängigkeit von Rohstoffimporten.

Die bundesweiten und internationalen Tage des Passivhauses finden seit 2004 jährlich statt. In diesem Jahr gibt es zusätzlich eine kleine Premiere: Mit dabei sind erstmals Hersteller von Passivhaus-Komponenten, die interessierten Besuchern etwa die Funktion einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder die Besonderheiten eines dreifach-verglasten Passivhaus-Fensters erläutern.

Die Tage des Passivhauses sind eine Initiative der Netzwerke IG Passivhaus und iPHA (International Passive House Association) sowie weiterer Partner im Ausland.