Trotz Engpässen bei Rohstoffen und Material hat Gutmann Bausysteme laut Geschäftsführer Arnd Brinkmann die Lieferfähigkeit aufrechterhalten. 2022 plant das Unternehmen zahlreiche Investitionen. Die Pandemie beschleunige die digitale Transformation der Branche, sagt Brinkmann.
Angesichts von Materialengpässen und dramatischen Rohmaterialpreisen erweise es sich laut Brinkmann als Vorteil, dass Gutmann die Wertschöpfungskette als integriertes Systemhaus mit Aluminiumpressen, Schmelzen, Eloxal und Beschichtung weitgehend selbst kontrolliere.
Bis jetzt konnte Gutmann die Lieferfähigkeit uneingeschränkt aufrechterhalten, dies geschiehe aber zum Teil unter abenteuerlichen Bedingungen, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt.
Demnach erhöhen sich Wiederbeschaffungszeiten von Lieferanten kurzfristig von unter einer Woche auf mehrere Monate. „Zum Teil haben wir daher wichtige Materialbestandteile für unsere Lieferanten selbst auf den internationalen Märkten beschaffen können – und so Lieferengpässe vermieden“, sagt Arnd Brinkmann.
„Zum anderen haben wir langfristige Lieferzusagen und Kontrakte mit Vorlieferanten geschlossen und gekauft, was wir bekommen konnten! Hier hilft unsere finanziell stabile Situation, um sich Material in ungewohnten Losgrößen zu sichern.“
Corona verändert die Branche
Die Pandemie sieht Arnd Brinkmann als Ausgangspunkt gravierender Veränderungen in der Branche. Lieferketten und Beschaffungsprozesse werden überprüft, das gesamte Leistungspaket eines Partners rückt stärker in den Fokus, lautet seine Einschätzung.
„Ich glaube auch, dass sich unsere Branche durch die Erfahrungen schneller und stärker mit der digitalen Transformation beschäftigen wird. In der Kommunikation, im Vertrieb sowie in den Prozessen“, erläutert der Geschäftsführer.
Er rechnet 2022 mit einem weiteren Wachstum bei Holz-Aluminiumrahmen, weshalb die Produktionskapazitäten für dieses Segment erweitert werden. Um Prozesse zu beschleunigen ist ein automatisches Kleinteilelager in Planung, das mehr Kapazität und erheblich schnellere Zugriffszeiten ermöglicht.
„Die größte Einzel-Investition wird zum Jahreswechsel 2021/2022 installiert: eine neue hochmoderne Strangpresse am Standort Weißenburg. Sie ersetzt die bestehende Presse 3, die vornehmlich Bausysteme-Profile presst. Die neue Presse bringt uns ab Ende Januar rund 30 Prozent mehr Kapazität“, so Brinkmann.
