Glasbearbeitung und Isolierglasfertigung Fit für Jumboformate

Das Bearbeitungszentrum DM zum Bohren und Fräsen verfügt über sechs Achsen und zwei elektronische Spindeln. - © Forel

Mit der Isolierglaslinie No Limits trägt Forel der Nachfrage nach immer größeren Scheiben Rechnung. Auf der glasstec 2018 stellte der italienische Maschinenbauer eine neun mal 3,3 Meter große Anlage, bestehend aus Waschmaschine, Visitierstation mit Personenlift, Scheibendrehstation, Dreifachpresse mit Gasfüllung und dem neuesten Versiegelungsautomaten vor. Die Isolierglaslinie verarbeitet XXL-Formate mit einer Länge von bis zu 15 Meter und einer Höhe von bis zu 3,3 Meter. Sie ist in der Lage, Einzelgläser mit einer Tragfähigkeit von 350 Kilogramm pro Laufmeter und Isolierglaselemente von maximal 600 Kilogramm zu verarbeiten. Forel hat eine Reihe spezieller Anwendungen entwickelt, mit denen sich Glasbögen bei jedem Schritt des Herstellungsprozesses besser kontrollieren lassen. Die Entwicklung der Serie ermögliche es ferner, Standardlinien upzugraden, z.B. mit der neuartigen Technologie zur Glättung von Unebenheiten in der Glasfläche in der Kupplungspresse, der kontinuierlichen und dynamischen Dosierschaltung im Dichtungsroboter oder dem neuen Antriebssystem für die Glasverschiebung.

Vertikale VSG-Schneidlinie

Messebesucher erlebten eine vertikale VSG-Schneidlinie für laminiertes Glas. Sie ist ausgestattet mit zwei Schneidbrücken und einer Glasdrehstation, bearbeitet Jumbo-Formate und schneidet entlang der X-, Y- und Z-Achse. Jede Schneidbrücke enthält zwei Schneidköpfe an der Vorder- und der Hinterseite sowie zwei hydraulische Glasbrechleisten. Das patentierte System zum Öffnen des Glases, zum Heizen der Folie sowie zum Trennen der Folie ist nach Herstellerangaben ein Alleinstellungsmerkmal. Im Schnitt liefere die vollautomatische Anlage einen Output von 100 Quadratmeter pro Stunde. Die vertikale Linie zur Flachglasbearbeitung – zum Säumen, Kantenschleifen, Bohren, Fräsen – besteht aus einer Kantenbearbeitungsmaschine, einer Bohr- und Fräsmaschine und einer Waschmaschine. Es handelt sich um eine Verarbeitungslinie, die der internationale Markt nach Angaben von Forel mehr und mehr für ihre Produktivität und Zuverlässigkeit schätzt – wie die Verkaufszahlen belegten.

Abgerundet wurde der Auftritt in Düsseldorf durch das CNC-gesteuerte Zentrum EM zur Kantenbearbeitung sowie die Vorstellung von DM zum Bohren und Fräsen. Zudem hatten Besucher die Möglichkeit, die neuesten Lösungen im Bereich des Glashandlings und der Glaslagerung kennenzulernen. In Kürze werden die Lösungen für das Handling während der Verarbeitungsprozesse sowie die Anlagen für die Logistik der Fertigware verfügbar sein.

Verdoppelung der Fertigungsfläche

„Nach Düsseldorf zu kommen, ist immer auch ein emotionaler Moment für uns“, sagte Fortunato Vianello, Gründer und CEO von Forel. Das Unternehmen strebe eine strategische Verdoppelung der Produktionsfläche von zirka 10.000 auf an die 20.000 Quadratmeter an, die bis Ende 2019 vollzogen sein soll. Diese Erweiterung sei eine wichtige Investition, um die Leistungsfähigkeit und Qualität weiterhin garantieren zu können. Die Expansion solle dazu beitragen, Bestandskunden besser bedienen zu können und zusätzlich neue Kunden zu überzeugen.