Auch für den finnischen Maschinenhersteller Glaston ist der nordamerikanische Markt sehr wichtig. „Im Jahr 2017 haben die Umsätze in dieser Region zirka 30 Prozent des gesamten Nettoumsatzes von Glaston ausgemacht”, sagt Scott Steffy, Vice President Sales & Service North America. Im Lauf der Zeit sei der Markt dort gewachsen, was die Zahl der Unternehmen betrifft. „Der US- bzw. nordamerikanische Markt wurde schon immer von größeren Unternehmen mit großer regionaler Präsenz dominiert“, erläutert Steffy. Dies bleibe auch so. Allerdings: „Immer mehr kleinere Unternehmen steigen auf der Fertigungsseite ein, um ihre Lieferkette zu schützen.“
Der Markt sei infolgedessen (weit) offen – für alle ausländischen Hersteller. Für Glaston selbst ist der Markt besonders interessant, da die Kapazität des heimischen Markts sehr begrenzt ist. Die Marktbearbeitung in Nordamerika wird laut Steffy allerdings zunehmend schwieriger. „Der Markt ist für europäische Hersteller heutzutage schwieriger zu bearbeiten, da preiswertere asiatische Unternehmen in den Markt eingestiegen sind.“ Um Kunden in Übersee zu gewinnen, will Glaston vor allem durch Qualität überzeugen, sowohl bei den Anlagen selbst als auch beim Endprodukt. Auf den After Sales-Service lege das Unternehmen ebenfalls großen Wert.
Energieeffiziente Glasverarbeitung
Produktseitig steige im amerikanischen Markt die Nachfrage nach Sicherheitsglas. Neue Vorschriften und strengere Qualitätsvorschriften sind laut Steffy die Hauptgründe dafür. Bei der Glasverarbeitung selbst komme es auf Energieeffizienz an. Zudem machten architektonische Konzepte dafür geeignete Maschinen erforderlich. „Die sich ändernden energieeffizienten Glastypen erfordern eine bessere Technologie. Deshalb müssen wir ständig versuchen, die Arbeitsweisen unserer Anlagen weiter zu verbessern – sowohl in Bezug auf die Qualität der Glasverarbeitung als auch auf den Energieverbrauch.“
