
GFF: Frau Dr. Schneller, wie ist die Idee zur Erstellung des Leitbetriebs Glaser entstanden?
Schneller: Die Idee resultiert aus Gesprächen mit Betriebsinhabern. Wir wurden immer wieder gefragt: Was soll ich genau umsetzen und wie soll ich das Thema angehen? Wir haben nach einer Lösung gesucht, die möglichst vielen Betrieben hilft. Um einen Standardprozess zu entwickeln, arbeiten wir im jeweiligen Gewerk mit vier Betrieben zusammen. Dafür schauen wir uns alle Handlungsfelder auf dem Weg von der Anfrage des Kunden bis zum Endprodukt an und beleuchten, welche digitalen Werkzeugen sinnvollerweise zum Einsatz kommen können. Dieses standardisierte Ideal nennen wir Leitbetrieb.
Welches Ziel verfolgt das Projekt?
Hier liegt der Fokus darauf, dass der Leitbetrieb eine Unterstützung bietet und es Unternehmen des jeweiligen Gewerks ermöglicht, die Digitalisierung in ihrem Betrieb anzugehen. Bei dem Leitbetrieb handelt es sich um einen Leitfaden mit Handlungsempfehlungen, Tipps für die praktische Umsetzung und Informationen über digitale Werkzeuge.
Wie profitiert am Ende das gesamte Glaserhandwerk davon?
Die vier Betriebe arbeiten für das gesamte Glaserhandwerk. Sie sind nicht nur Betriebsinhaber, sondern engagieren sich auch in Verbänden und Innungen und betrachten deshalb nicht nur ihren eigenen Betrieb. Wir vom Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk hoffen, dass der Leitbetrieb den Betrieben des jeweiligen Gewerks die vielen Fragen rund um das Thema Digitalisierung im Handwerk beantwortet.