Kurz gefragt „Wir haben dem Vorstand den Rücktritt empfohlen.“

Thomas Strobl (51) ist ohne Gegenstimme als Bayern-LIM bestätigt. Den Glaser-Landesverband führt er seit neun Jahren. - © Kober

GFF: Herr Strobl, Sie müssen zufrieden sein; der LIV Bayern hatte doch den Rücktritt des BIV-Vorstands gefordert.

Strobl: Nein, das ist so nicht richtig. In einem Schreiben, das auch allen anderen Landesorganisationen zugegangen ist, hatten wir verlangt, dass die Herren im Vorstand zu einem respektvollen Umgang miteinander zurückkehren mögen. Nur falls dies nicht möglich sein sollte, haben wir ihnen den Rücktritt empfohlen.

Die Herren haben die Empfehlung angenommen. Aber wie geht es jetzt weiter?

Gespräche laufen. Ich möchte da nichts ausschließen, weder für meine Person noch für unseren Verband. Im Gegenteil: Wenn wieder Vernunft gefragt ist, kann ich mir vorstellen, dass sich der LIV Bayern einer Mitarbeit nicht verweigern würde.

Die Wahlen im LIV Bayern Anfang November haben ja wenig Neues gebracht.

Tatsache ist, dass abgesehen von einem Kassenprüfer alle Ehrenamtsträger einstimmig wiedergewählt wurden, also auch ich als Landesinnungsmeister. Das ist umso erfreulicher, als wir kurz vorher die Zahl der Delegierten der einzelnen Innungen zum LIV verdoppelt hatten. Das Schreiben zum BIV, auf das Sie gerade abgehoben haben, wurde während der Versammlung formuliert.

In Ihrem Heimatbezirk Schwaben hat es eine Fusion der Innungen gegeben.

Ja, und darüber freue ich mich. Die Innungen Mittel- und Nord- respektive Südschwaben fusionierten zum 1. Januar 2020. Der neue Obermeister, den zwei Stellvertreter unterstützen, heißt Sebastian Kraus. Trotz dort weniger Mitglieder übernimmt die neue Innung Schwaben übrigens das Beitragsmodell der bisherigen Innung Südschwaben. So geht es also auch.