Wie würden Sie reagieren, wenn jemand plötzlich Ihr Produkt vertreibt? Trosifol kennt heute die Antwort auf diese Frage, schließlich ist dem Unternehmen genau das auf der glasstec 2018 passiert. GFF erzählt, welche Konsequenzen der Konzern zieht.

Bereits am ersten Messetag der glasstec 2018 fielen Trosifol-Mitarbeitern Produktprospekte asiatischer Hersteller auf, die unrechtmäßig den Namen der Trosifol-Marke SentryGlas verwendeten. Unmittelbar darauf leitete Kuraray, Inhaber der Marken Trosifol und SentryGlas, juristische Schritte gegen die Verwendung dieser irreführenden Werbung ein. Nach einer Prüfung erließ das Landgericht Düsseldorf noch während der Messe eine einstweilige Verfügung gegen diese Verwendung und das Angebot möglicher Plagiate unter Androhung einer Strafe von bis zu 250.000 Euro im Wiederholungsfall, ersatzweise von Ordnungshaft (!) bis zu sechs Monaten, berichtet das Unternehmen. Diese Verfügung wurde noch auf der Messe dem asiatischen Anbieter zugestellt. Damit will der Konzern ein Zeichen setzen und zeigen, dass es der einzige Anbieter von SentryGlas ist.
Nachahmungen als Sicherheitsrisiko
Trosifol und Kuraray legen großen Wert auf die Alleinstellungsmerkmale ihrer Produkte und das damit über viele Jahre erwachsene Vertrauen der Kunden in die eigenen Produkte. „Wir haben nichts gegen Wettbewerb, aber an ein paar Regeln muss man sich halten, z.B. dürfen unsere Markenrechte und Patente nicht verletzt werden“, sagt Christoph Troska, Manager von Kuraray Europe. „Wir haben viel Zeit und Geld in die Zulassungen und Prüfung unserer Produkte gesteckt.“ Da Nachahmerprodukte oft nicht über diese Zulassungen verfügen würden, obwohl sie das u.a. durch Nutzung anderer Markennamen suggerierten, stelle dies für Käufer ein Sicherheitsrisiko dar. Die eindeutige Zuordnung von Kuraray-Marken zum Konzern ist für das Unternehmen von Bedeutung für seine gesamte wirtschaftliche Entwicklung. „Wir bleiben weiterhin wachsam“, sagt Troska. Mit dem strikten Vorgang gegen jene Plagiatsversuche macht Kuraray deutlich, dass es den Schutz eigener Marken ernst nimmt.