Das Geschäft bei Lisec floriert, internationale Aufträge füllen die Bücher. Mit einer neuen Zuschnittanlage erweitert der Anlagenbauer zudem sein Angebot an Systemlösungen fürhochgradig automatisierte Produktionslinien.
Der wirtschaftliche Aufschwung in Osteuropa, speziell das gute Wirtschaftswachstum in Polen, kommt Lisec zugute. „Aktuell produzieren mehrere große polnische Fensterhersteller mit Maschinen von Lisec“, freuen sich Dipl.-Ing. Gottfried Brunbauer, COO, Mag. Othmar Sailer, CEO, sowie Dipl.-Ing. Anton Walser, der CTO der Lisec Gruppe. Für 2018 zog der Anlagenbauer unter anderem Aufträge in Höhe von knapp 30 Millionen Euro bei drei großen polnischen Glasverarbeitern – Pressglass, Eko-Okna, Alsecco – an Land.
Nicht nur in Polen, auch international ist die Auftragslage generell sehr gut. Die Auftragsbücher des Anlagenbauers für die Flachglasindustrie mit Hauptsitz im österreichischen Seitenstetten sind gut gefüllt. Die Aufträge erstrecken sich dabei geografisch vom Süden bis ganz in den hohen Norden.
Komplettauslastung bis Mitte 2018
„Besonders zugenommen hat die Zahl der Turn-Key-Projekte, in denen Lisec die Gesamtverantwortung übernimmt“, sagt CEO Othmar Sailer. „Auch für 2018 erwarten wir weiteres Wachstum in einem positiven Umfeld und einer der wachsenden Branchen – weltweit erwarten wir Steigerungsraten zwischen fünf und sieben Prozent, was die Verwendung von verarbeitetem Glas betrifft.“ Entsprechend den positiven Zukunftsprognosen stockt Lisec die Belegschaft weiter auf.
Schnell, schneller, am schnellsten
Um Scheiben automatisch, schnell und mit moderner Antriebstechnik schneiden zu können, hat Lisec eine neue Zuschnittanlage für Flachglas entwickelt. Mit der linearen Antriebstechnik und dem integrierten Messsystem sorgt SprintCut für hohe Schneidegeschwindigkeiten und für Dynamik. Die maximale Beschleunigung liegt bei zirka 16 m/s², die Höchstgeschwindigkeit bei 310 m/min. „Unser Linearantrieb verfügt über wenige bewegte Teile, wodurch die mechanische Abnutzung geringer ist und sich längere Wartungsintervalle und geringe Stillstandkosten ergeben“, sagt Thomas Traugott, Leiter der Business Unit Zuschnitt. Die Antriebstechnik erlaube eine hohe Positioniergenauigkeit des Schneidkopfs mit maximal 0,1 Millimeter Abweichung. Durch die intelligente Regelung werde die Maximalgeschwindigkeit schnellstmöglich erreicht. „Mit gezielten konstruktiven Verbesserungen haben wir die Geräuschemissionen reduziert und das Handling der gesamten Anlage besser gemacht“, sagt Traugott.
Kürzere Taktzeiten
Das Handling des Schneidtisches vereinfachen neue elektronische Regelungen und ein höherer Automatisierungsgrad. Die Schneidedruck- und Schleifdruckregelung, die Überwachung des Schneidölverbrauchs und der Schneidradabnutzung erfolgen automatisiert, die Steuerung weist präventiv auf nötige Wechsel oder Auffüllungen hin und reduziert Stillstandzeiten. „Vor allem Kunden mit hoch automatisierten Produktionslinien im Mehrschichtbetrieb profitieren von um bis zu 20 Prozent kürzeren Taktzeiten“, erklärt Traugott.