
Am 22. Oktober 2014 lädt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zu dem mit zehn Top-Referenten besetzten Symposium Produktionstechnologien für die Be- und Verarbeitung von Glas als Teil der Sonderschau glass technology live (gtl) während der glasstec ein. Auf dem Programm stehen die Themen Qualitätskontrolle, Monitoring und Prozesssteuerung. Dr. Helmut Weinläder vom Bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung (ZAE) führt durch die Veranstaltung. Rainer Feuster von Viprotron informiert über die verschiedenen Möglichkeiten der Fehlererkennung mithilfe von Scannern während der Isolierglasproduktion. Klaus Puschmann von Bystronic Glass zeigt, wie Produzenten durch Automatisierung Fehler bei der Herstellung von Isolierglas von vornherein vermeiden. Gasfüllgrade und Ug-Werte bei Isoliergläsern sowie Lösungen für die Inline-Prüfung und die Prozesssteuerung nimmt Weinläder dabei unter die Lupe; er stellt neue Forschungsergebnisse und Technik vor. Ulrich Bauereiß vom Unternehmen Dr. Schenk erläutert, wie Anwender bei der Herstellung von Architekturgläsern mit nur einem Inspektionssystem sowohl kleinere lokale Fehler, wie beispielsweise Einschlüsse, Verunreinigungen oder Glasbruch, als auch flächendeckende Variationen in den Veredelungsschritten erkennen. Andreas Mader von Lisec Austria präsentiert den Teilnehmern das Forschungsprojekt „Membranes for Windows“ (Mem4Win), an dem zwölf Vertreter aus der Industrie sowie der Forschung beteiligt sind. Zum Ziel gesetzt haben sich die Beteiligten die Entwicklung einer Vierfach-Verglasung aus ultradünnen Gläsern, in die neben einem Lichtlenk- sowie Verschattungssystem aus Mikrospiegeln Segmente mit organischer Photovoltaik, Solarthermie und organischen Leuchtdioden (OLED) integriert sind.
Abseits des Symposiums zeigen die Mitglieder des VDMA auf der glasstec 2014 viele Neuentwicklungen live an ihren Ständen. Bystronic Glass stellt die Fertigungslinie speed’line für Isolierglas vor. Laut Peter Nischwitz, der im Unternehmen für Kommunikation zuständig ist, ist es mit der Anlage möglich, Dreifach-Isolierglas in der gleichen Zeit herzustellen wie Zweifach-Isolierglas auf jeder anderen Linie. Diese Aussage gelte nicht nur für die eigenen, sondern auch für die Produkte der Mitbewerber. Grenzebach zeigt komplette Turnkey-Pakete, zu denen die nötigen Beschichtungsanlagen für Architekturglas zählen. Laut Dr. Jens Ellrich, Leiter für den Bereich Beschichtungstechnologie, ist das Unternehmen in der Lage, den kompletten Service nicht nur für die eigenen, sondern auch für Maschinen und Anlagen praktisch aller anderen Hersteller zu übernehmen.
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