Kurz gefragt „Die Arbeiten zeigen die Vielfalt des Handwerks.“

Hermann Fimpeler ist Landesinnungsmeister des Glaserhandwerks NRW und stellvertretender Bundesinnungsmeister. - © Friedrichs

GFF: Herr Fimpeler, was sagen Sie zu den Leistungen der diesjährigen Meisterarbeiten?

Fimpeler: Die Ergebnisse sind traumhaft, sie zeigen die gesamte Vielfalt des Glaserhandwerks. Das ist nicht zuletzt der neuen Prüfungsordnung zu verdanken, die einstige Uniformität der Arbeiten gehört der Vergangenheit an.

Wie stellt sich die Ausbildungssituation in NRW dar, und welche Themen beschäftigen den Bundesinnungsverband zurzeit?

Die Zahl der Bewerbungen ist sehr gering, so dass es für die Betriebe immer schwieriger wird, neue Auszubildende zu finden. Ein Thema im BIV ist die kürzlich verabschiedete DIN 18008, zudem haben wir erste Asbestmessungen bei Fensterlaibungen vorgenommen, um das emissionsarme Verfahren voranzubringen. Am 26. September 2019 steht der nationale Asbestdialog in Berlin an. Das Glaserhandwerk wird erstmals an den Eurokills 2020 im österreichischen Graz teilnehmen, dafür sind wird auf der Suche nach Teilnehmern.

Wie ist die Stimmung im Landesverband NRW, was die geplante Erhöhung der Mitgliedsbeiträge im BIV angeht?

Wenn es darum geht, die Leistungsfähigkeit des BIV zu sichern, stehen unsere Mitgliedsbetriebe hinter der geplanten Erhöhung. Was die vielfach diskutierte Transparenz angeht, hat sich der Vorstand darauf verständigt, Interessierten Einblicke in die Geschäftszahlen der angegliederten GmbH zu gewähren. Wir sollten nicht die Bereitschaft verlieren, miteinander ins Gespräch zu kommen, und uns wieder auf die gemeinsame Sache zurückbesinnen, dann bekommen wir das hin. Davon bin ich fest überzeugt.