Am 1. November 2016 erfolgte die Umfirmierung von Conzen Glas zu Scala Glasbau. Der neue Firmenname trägt der veränderten Gesellschafterstruktur Rechnung – die 162-jährige Tradition des Glasbauunternehmens besteht fort.

Wie Geschäftsführer Ralph Icks im Gespräch mit GFF betont, betrifft die Umfirmierung rein den Unternehmensnamen. Davon abgesehen, stünden Kontinuität und der Blick in die Zukunft im Vordergrund. „Der Standort ist gleich geblieben, die Beschäftigungsverhältnisse aller Mitarbeiter bestehen fort“, sagt Icks. Im Lauf des vergangenen Jahres habe das Unternehmen sogar zwei junge Mitarbeiter hinzugewonnen. Und so beruft sich der Glasbaubetrieb auch weiterhin auf die Tradition und Fachkompetenz des 1854 gegründeten Familienunternehmens Conzen. Geändert habe sich indes die Gesellschafterstruktur. Icks war seit 2002 als operativer Geschäftsführer für Conzen Glas bestellt und erwarb 2012 Anteile als Minderheitsgesellschafter. Ende 2015 hat er dann die restlichen Gesellschaftsanteile von der Familie Conzen übernommen.
Unterstützung durch die Mitarbeiter
Zum 1. November 2016 erfolgte schließlich die Umfirmierung hin zu Scala Glasbau. „Auf einer Mitarbeiterversammlung haben wir darüber diskutiert, ob das Ausscheiden der Unternehmerfamilie eine Namensänderung zur Folge haben sollte“, berichtet Icks. Die große Mehrheit der Belegschaft habe dies bejaht. Aus 150 Vorschlägen sei die Wahl auf Scala Glasbau gefallen. „Der Name musste gut klingen und der Identität unseres Unternehmens gerecht werden, die sich mit den Schlagworten hochwertig, individuell, persönlich zusammenfassen lässt“, sagt der Geschäftsführer. Scala leitet sich vom italienischen Wort für Treppe, Skala, Maßstab ab und stehe für akkurate und hochwertige Arbeit sowie höchste Präzision, die messbar sei. „In diesen Begrifflichkeiten haben wir uns wiedergefunden. Grafisch wurde der Name in einer feinlinigen Schriftart und mit einer reduzierten Wort-Bild-Marke umgesetzt“, erklärt Icks.
Mit dem Verlauf der Umfirmierung zeigt sich der Geschäftsführer zufrieden. Bereits Ende November 2016 sei diese zu 98 Prozent abgeschlossen gewesen: „Die Montagefahrzeuge sind im neuen CI unterwegs, die Mitarbeiter tragen die neue Arbeitskleidung, die Handouts werden bereits an unsere Kunden ausgegeben und Internet und alle Dokumente sind auf die neue Marke umgeswitcht.“ In diesem Zusammenhang weist Icks auf die Unterstützung durch seine Mitarbeiter hin, die mit großer Leistungsbereitschaft die Herausforderungen im ersten Jahr nach dem Gesellschafterwechsel gemeistert sowie von sich aus eine Menge auf die Beine gestellt hätten. „Alleine kann man zwar einiges schaffen, aber längst nicht alles“, betont Icks.
Automation im Innenbereich
Scala Glasbau hat sich u.a. auf Glas im Innenausbau spezialisiert – von Glasduschen über Glas-Schiebewände und -Türen bis hin zu Glastreppen und -brüstungen – und ist Mitglied im Programm Leadership von Dormakaba. „Im Innenbereich beschäftigt uns zunehmend das Thema Automation“, schildert Icks. „Dies betrifft insbesondere automatisierte Zugangslösungen.“ Im Außenbereich realisiert der Meisterbetrieb u.a. Glasfassaden, Schaufensterverglasungen sowie Vordächer und bietet dafür ganzheitliche Unterstützung – von der Beratung und Planung bis zur Montage. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Reparaturverglasung dar.
Mit eigenen Kränen und Sauganlagen ist Scala für die unterschiedlichen Anforderungen und Aufgaben bestens gerüstet. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen weiter in den Gerätepark investiert. Da selten alle Anlagen ausgelastet sind, bietet Scala die Geräte auch zur Miete an. „Dieser Service ist sehr stark nachgefragt“, betont Icks. Eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Vermietern: Das Gerät gibt es nur in Verbindung mit Fachpersonal. „Bei uns bedient ein Geselle oder ein Glasermeister das Mietgerät.“