Mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent – getragen von einem Anstieg der Exporte um 3,7 Prozent – setzte die italienische Glasverarbeitungsbranche im Jahr 2019 ihren Wachstumstrend fort. Der Gesamtumsatz erreichte einen Wert von mehr als 2,3 Milliarden Euro. Die Inlandsverkäufe waren stabil (plus 0,1 Prozent), die Nachfrage sank um 0,4 Prozent, die Importe gingen um 1,2 Prozent zurück. Das Wachstum bei den Exporten und der gleichzeitige Rückgang der Importe begünstigten die Handelsbilanz (plus 5,4 Prozent), die mit 1,275 Milliarden Euro fast 55 Prozent des Umsatzes ausmachte.
Flachglassektor mit weniger ExportenDie Flachglasverarbeitungstechnologien gingen im Vergleich zu 2018 um 1,3 Prozent zurück, was auf Einbußen im Export (ein halbes Prozent weniger) und beim Inlandsumsatz (minus 3,2 Prozent) zurückzuführen war. Wachstumstreiber war der Hohlglassektor: Er legte im Vergleich zu 2018 um fast 30 Prozent sowohl auf den ausländischen (31,8 Prozent) als auch den inländischen Märkten (17,2 Prozent) zu.
Lockdown für 43 Prozent der BetriebeVor dem Ausbruch von Covid-19 war die Prognose für die GIMAV-Mitgliedsunternehmen positiv: 86,4 Prozent der Befragten rechneten mit einem Wachstum und die restlichen 13,6 Prozent sahen keine Verlangsamung voraus. Die Auswirkungen der Pandemie hätten die Szenarien dramatisch verändert, und bis heute sei es unmöglich, zuverlässige Prognosen für das Jahr 2020 zu erstellen. Während des Lockdowns mussten 43 Prozent der Unternehmen schließen und von denjenigen, die geöffnet hatten, mussten 65 Prozent die Produktion vollständig einstellen.