Abstandhalter verhindert Reflexionen Kleines Bauteil kommt groß raus

Ein Hersteller für Abstandhalter hat Unternehmen, Architekten, Planern, Fensterbauern sowie Isolierglasherstellern auf der Bau 2019 gezeigt, wie ein kleines Bauteil saisonale Verzerrungen minimiert und für eine starke Optik bei Isoliergläsern sorgt.

Swisspacer Air liefert die Antwort für ein Problem der Branche: den Druckausgleich in Isoliergläsern - © Swisspacer

Swisspacer Air von Swisspacer hält Glasscheiben auf Abstand und definiert somit die Breite des isolierenden und mit Gas gefüllten Scheibenzwischenraums (SZR). Er besteht aus einem hochisolierenden Kunststoffverbundmaterial. Die Warme Kante verhindert Kältebrücken und Wärmeverluste im Randbereich der Isolierglasscheibe – und führt zu geringeren Energieverlusten sowie einem besseren Wohnklima – und sie verhindert Tauwasser und Schimmelbildung. Eine Studie des Passivhaus Instituts (PHI) besagt, dass die Nutzung von Swisspacer bis zu acht Prozent Heizkosten einspart. Dank der 17 Farben stimmen Architekten die Kolorierung des Abstandhalters auf den Fensterrahmen ab. Die samtartige und matte Oberfläche verhindert störende Reflexionen bei einfallendem Sonnenlicht.

Seit 2016 hat der Bauglashersteller Glassolutions Projekte im Schweizer Alpenraum mit Swisspacer Air ausgeführt. Ein Beispiel ist das Chalet auf der Riederalp im Schweizer Kanton Wallis, wo sämtliche Fenster erneuert und mit Swisspacer Air ausgestattet wurden. Dazu war der Transport per Bergbahn erforderlich: Angesichts der Höhendifferenz von 1.166 Höhenmeter und einer Fahrtzeit von neun Minuten kam es zu einer Steigrate von 130 Höhenmeter pro Minute – mit Swisspacer Air kein Problem.

Neue Studie für Fensterbauer

Auch in den Klimazonen in Südeuropa können Hausbesitzer mit Kunststoff-Abstandhaltern im Isolierglas von Wärmeschutzfenstern Heiz- und Kühlenergie sparen. Das ist das Ergebnis einer neuen wissenschaftlichen Untersuchung, die Swisspacer beim Passivhaus Institut in Auftrag gegeben hat. Dabei wurden drei Referenzstädte in Frankreich ausgesucht: Nancy für die kühl-gemäßigte, La Rochelle für die warm-gemäßigte und Nizza für die warme Klimazone. Die Studie untersucht den Einfluss der Abstandhalter auf den jährlichen Heizwärme- und Nutzkältebedarf von Gebäuden: Dabei vergleicht sie Aluminium-, Edelstahl- und Kunststoff-Abstandhalter in den Fenstern von landesüblichen Häusern, die den Anforderungen des Energiestandards entsprechen. Werden Kunststoff- statt Aluminium-Abstandhalter verwendet, lassen sich jährlich im kühl-gemäßigten Klima in Nancy 5,9 Prozent der Heizenergie in einem Haus mit zweifacher Wärmeschutzverglasung einsparen. Bei einem Haus mit Dreifach-Verglasung sind es sogar 7,9 und in einem Gebäude mit Passivhausstandard knapp 18 Prozent.

Fensterbauer, die nach Südeuropa exportieren, können die Studie ab sofort für Kundenberatung und Verkauf nutzen. Kunststoff-Abstandhalter sind im Einkauf pro Laufmeter nur geringfügig teurer als Abstandhalter aus Aluminium, Endkunden zahlen laut der Studie weniger Heizkosten, so dass sich ein Fenster mit Warmer Kante auch in Südeuropa lohnt.

Bilder sagen mehr als 1.000 Worte

Swisspacer stellt in neuen Videos unterschiedliche Fragestellungen rund um die Warme Kante in den Mittelpunkt. Isolierglashersteller, Fensterbauer, Architekten, Planer und Endverbraucher erfahren, was es mit Klimalasten bei Isoliergläsern auf sich hat, wie Abstandhalter in sehr großen Isoliergläsern platziert werden oder ein perfekter Rahmen mit unterschiedlichen Verarbeitungstechnologien hergestellt wird. „Mit unseren Videos sind wir nahe dran am Geschehen“, sagt Karl-Theo Roes, Head of Market Development & Innovation Europe.