Der zu Roto gehörende Dichtungsspezialist Ultrafab hat seine nordamerikanische Fertigung an einen neuen Standort verlegt. Größere Flächen für Produktion, Lager und Verwaltung sollen weiteres Wachstum schaffen – und Kunden in den USA spürbare Vorteile bringen.

Zum Jahreswechsel 2026 zog Ultrafab vom bisherigen Standort Greer in South Carolina in das zirka elf Kilometer entfernte Spartanburg. Das Unternehmen mit Sitz in Farmington (New York) gehört seit Ende 2022 zur Roto Fenster- und Türtechnologie mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. Mitte April fand die offizielle Einweihung des Standorts gemeinsam mit Kunden, Partnern und der Belegschaft statt.
Größere Flächen und verkehrsgünstige Lage
Die Produktionsstätte umfasst insgesamt zirka 10.600 Quadratmeter. Davon entfallen jeweils zirka 5.000 Quadratmeter auf Produktion und Lager sowie 560 Quadratmeter auf die Verwaltung. Die Lage an der Interstate 85 sowie die Nähe zum Inland-Port und zum Flughafen sollen die Versorgung der nordamerikanischen Kunden absichern. Viele Fenster- und Türenhersteller, die zum Kundenkreis von Ultrafab und Roto zählen, konzentrieren ihre Produktion im Südosten der USA.
Der neue Standort bietet Platz für bis zu 50 Maschinen zur Herstellung der Dichtungen. Produziert wird im 24/5-Betrieb – also rund um die Uhr an fünf Tagen pro Woche. Großzügige Flächenreserven sollen ausreichend Raum für künftige Erweiterungen bieten.
Bündelung als Kompetenzzentrum für Dichtungen
Mit dem Umzug führt Ultrafab die Produktionsanlagen für Fenster- und Türdichtungen an einem Ort zusammen. Das Ziel sei es, ein Kompetenzzentrum für Dichtungslösungen zu etablieren, in dem Know-how und Erfahrung der Mitarbeitenden gebündelt werden. Diese Konzentration soll Synergien in Entwicklung und Fertigung fördern und die Position von Ultrafab als nordamerikanischer Technologieführer festigen. Moderne Automatisierungstechnologien sollen die Produktions- und Logistikprozesse weiter verbessern und damit Produktivität, Liefergenauigkeit und Qualität steigern.
Am Hauptsitz in Farmington (New York) entsteht durch die Verlagerung der Maschinen und der zugehörigen Produktionstechnologie zusätzlicher Raum. Diesen nutzt das Unternehmen nach eigenen Angaben gezielt, um moderne Technologien und Verfahren zu integrieren, die mehrere Produkteinführungen in den Geschäftsbereichen Extrudierte Komponenten und Spezialprodukte unterstützen. Vorgesehen ist außerdem der Aufbau vollwertiger Produktionszellen für neue Produktlinien, die im Jahr 2026 auf den Markt kommen sollen.
Perfect Match: Dichtung und Beschlag aus einer Hand
In Spartanburg lagert das Unternehmen zudem Roto Fenster- und Türbeschläge. Diese stammen aus dem Roto Werk Chester (Connecticut), von Roto Fasco in Toronto (Kanada) sowie teilweise aus internationalen Roto Werken. Für die Kunden ergibt sich nach Unternehmensangaben damit ein Perfect Match: Dichtung und Beschlag seien nicht nur technisch aufeinander abgestimmt, sondern könnten an einem einzigen Standort bestellt und gemeinsam abgeholt werden. Das vereinfache den Lieferprozess, erhöhe die Zuverlässigkeit und sorge für mehr Planungssicherheit bei Projekten.
"Der neue Ultrafab Standort ist ein weiterer Meilenstein unseres langfristigen Engagements in Nordamerika", sagt Marcus Sander, CEO der Roto Fenster- und Türtechnologie. Mit der Investition stärke das Unternehmen seine Systemkompetenz vor Ort und setze den Perfect Match aus Beschlag und Dichtung konsequent um.
Alan DeMello, Präsident und CEO von Ultrafab, verweist auf die Verfügbarkeit des neuen Vertriebszentrums: "Das neue Vertriebszentrum für Roto-Beschläge und Ultrafab-Dichtungsprodukte wird nach dem gleichen 24/5-Zeitplan betrieben wie die Produktion am Standort." Kunden erhielten dadurch ein hohes Maß an Flexibilität und könnten ihre Bestellungen unabhängig von herkömmlichen Lieferterminen abholen.