140 Teilnehmer sind Anfang März 2013 zum Innovationstag von Profilriese Aluplast nach Ettlingen bzw. Karlsruhe gekommen. Der Mix aus Bauphysik und dem Thema Passivhaus in den Vorträgen und der Klebetechnik live im firmeneigenen Technikum überzeugte; wohl auch einige der geladenen Nichtkunden.

Natürlich war die gezeigte Innovation – die 85-Millimeter-Hebeschiebetür, erhältlich in den Ausstattungsvarianten Basic, Standard, Premium – nicht ganz neu, einige der im Tagungszentrum Buhlsche Mühle in Ettlingen anwesenden Besucher dürften das gute Stück bereits am Münchner Messestand gesehen haben. Gerade in Verbindung mit dem Referat von Vertriebler Jürgen Huber, der davor warnte, mit einem Produkt alles erschlagen zu wollen, und sich für Differenzierung über Alleinstellungsmerkmale aussprach, wurde indes das Konzept hinter der Entwicklung deutlich: Mit diversen Features wie GFK-Schwelle, thermisch getrennter Aluschiene und der Möglichkeit, mit einem Uf = 0,95 W/m2K die Vorgaben der ift-Passivhauslösung zu erreichen, funktioniert die HST wie ein Baukastensystem und deckt ganz unterschiedliche Anforderungen mit einer technischen Basis ab.
Sonderlob vom Passivhaus-Fan
Spannend dürfte für viele der Vortrag von Passivhaus-Fan und Architekt Roland Matzig gewesen sein. Der Fachmann appellierte an die Branche, jede sich bietende Chance zur Beteiligung an einem solchen Projekt zu nutzen – nicht zuletzt aus ökologischen Gründen. In Anbetracht von aufgerufenen Kosten in Höhe von 2.000 bis 2.500 Euro je Quadratmeter – wobei zwischen Neubau und Sanierung da kein großer Unterschied ist – dürfte es ungeachtet klimapolitischer Notwendigkeiten indes noch einige Zeit dauern, bis dieses Thema wirklich Standard ist. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die angesprochene HST schon auf der zweiten von drei Stufen Passivhaustauglichkeit erreicht. Vom Architekten gab‘s dafür ein Sonderlob.