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Handwerker reden Klartext Umfrage zur fensterbau/frontale

Was sagen Praktiker zur fensterbau/frontale 2010? Hat sich der Besuch gelohnt? Gibt es brauchbare Neuheiten? GFF hat Handwerker auf der Messe nach ihrer Meinung gefragt.

Thomas Rosenfeld, Fensterbauer:
GFF: Mit welchen Zielen oder Wünschen haben Sie die fensterbau/frontale 2010 besucht?
Rosenfeld: Ich bin auf der Suche nach Fassadenelementen und generell neuen Ideen aus der Glas-Fenster-Fassade-Branche. Ein großes Thema in der Praxis ist aktuell energiesparendes Bauen. Auch bei uns im Betrieb sorgt dieser Wunsch für eine gute Auftragslage.

GFF: Haben Sie auf der Messe interessante Neuheiten entdeckt?
Rosenfeld: Ja, interessant sind die Fortschritte im Bereich Structural Glazing und die Bemühungen vieler Hersteller, von der Dreifach-Verglasung wegzukommen. Ich habe eine vielversprechende Lösung mit Zweifach-Verglasung und einer beschichteten Folie im Scheibenzwischenraum gesehen. Dadurch sinkt das Gewicht, was für uns Verarbeiter einen wichtigen Vorteil bringt.

Rico Martin, Tischler
GFF: Mit welchen Zielen oder Wünschen haben Sie die fensterbau/frontale 2010 besucht?
Martin: Wir haben in unserem Betrieb aktuell eine schwierige Situation. Vieles läuft nur noch über den Preis. Deshalb suche ich auf der Messe nach neuen Produkten mit mehr Qualität und Zusatzfunktionen, um das Geschäft so anzukurbeln.

GFF: Haben Sie auf der Messe interessante Neuheiten entdeckt?
Martin: Eine neue Pfosten-Riegel-Konstruktion für Wintergärten mit Holz hat mich beeindruckt. Das könnte eine brauchbare Lösung für unser Geschäft sein. Wintergärten zu einem vernünftigen Preis haben am Markt gute Chancen.

Wolfgang Gastel, Fensterbauer
GFF: Mit welchen Zielen oder Wünschen haben Sie die fensterbau/frontale 2010 besucht?
Gastel: Ich möchte vor allem Kontakte mit Kollegen und Lieferanten pflegen. Hier kann ich direkt zu den Ansprechpartnern hingehen und Probleme oder Wünsche persönlich diskutieren. Außerdem suche ich Neuheiten für die Trends wärmegedämmte Rollladenkästen und Holz-Aluminium-Fenster.

GFF: Haben Sie auf der Messe interessante Neuheiten entdeckt?
Gastel: Ich habe eine Rollladendämmung für die Sanierung bestehender Systeme und einen wärmegedämmten Briefkasten gefunden. Beide Lösungen lassen sich sehr gut verbauen.

Ronny Stark, Tischlermeister
GFF: Mit welchen Zielen oder Wünschen haben Sie die fensterbau/frontale 2010 besucht?
Stark: Ich nehme alle Neuheiten mit nach Hause und werte dann alles in Ruhe aus. Weil sich die Kunden immer mehr informieren, müssen wir als Handwerker auch auf dem Laufenden bleiben. Außerdem suche ich qualitativ hochwertige Lösungen auf der Messe, um mehr Umsatz zu machen.

GFF: Haben Sie auf der Messe interessante Neuheiten entdeckt?
Stark: Sicher, verschiedene Kunststofffenster-Rohlinge und Lösungen für Holzfensterrenovierungen mit Aluminiumverschalung. Das hat auf jeden Fall Zukunft.

Max Frank, Fensterbauer
GFF: Mit welchen Zielen oder Wünschen haben Sie die fensterbau/frontale 2010 besucht?
Frank: Ich möchte für mein Meisterstück Kontakte zu Herstellern knüpfen und interessante Materialien finden. Konkret suche ich jemanden, der Vakuumglas für mein hochwärmegedämmtes Kastenfenster liefert.

GFF: Haben Sie auf der Messe interessante Neuheiten entdeckt?
Frank: Leider habe ich kein passendes Vakuumglas gefunden. Aber das Heat-Mirror-System von Schollglas hat mich beeindruckt. Generell gibt es einige vielversprechende Lösungen für hochwärmedämmende Fenster mit Zweifachverglasung. Die Dreifachverglasungen sind für uns Verarbeiter einfach zu schwer. Da ist die Industrie noch mehr gefordert.

Ingo Panzer, Schreinermeister
GFF: Mit welchen Zielen oder Wünschen haben Sie die fensterbau/frontale 2010 besucht?
Panzer: Neuheiten spielen für mich eine große Rolle. Außerdem nutze ich die direkte Kontaktmöglichkeit, Außendienstler meiner Lieferanten auf der Messe zu treffen. Die neue Bautiefe von 88 Millimeter interessiert mich besonders.

GFF: Haben Sie auf der Messe interessante Neuheiten entdeckt?
Panzer: Highlights habe ich keine entdeckt. Wir informieren uns im Betrieb auch unter dem Jahr. Deshalb gab es jetzt keine großen Überraschungen.

Roland Schmitt, Fensterbauer
GFF: Mit welchen Zielen oder Wünschen haben Sie die fensterbau/frontale 2010 besucht?
Schmitt: Ich bin Dauergast auf der fensterbau/frontale und informiere mich dort immer über Neuerungen am Markt. Aktuell sind die Themen Wärmedämmung, Design und neue Glastechnik interessant.

GFF: Haben Sie auf der Messe interessante Neuheiten entdeckt?
Schmitt: Gut gefallen hat mir ein neues Schallglas mit Sensor für einen Mattierungseffekt. Auch ein neues Ornamentglas hat mich überzeugt.

Christian Noack, Glaser
GFF: Mit welchen Zielen oder Wünschen haben Sie die fensterbau/frontale 2010 besucht?
Noack: Mich interessiert vor allem, wie die Branche auf neue bauphysikalische Anforderungen wie das Lüftungsproblem reagiert. Aus den isolierten Räumen muss irgendwie die Feuchtigkeit raus. Dafür suche ich nach Anregungen auf der Messe.

GFF: Haben Sie auf der Messe interessante Neuheiten entdeckt?
Noack: Gut finde ich ein elektronisch gesteuertes Lüftungssystem mit Zeitschaltuhr von Siegenia speziell für Holzfenster. Auch eine Hebe-Schiebetür mit toller Verglasung und einem U-Wert von 0,8 hat mich beeindruckt.

Horst Kreller, Fensterbauer
GFF: Mit welchen Zielen oder Wünschen haben Sie die fensterbau/frontale 2010 besucht?
Kreller: Ich bin besonders auf der Suche nach Neuheiten für Fenster und Türen. Wärmeschutz ist aktuell das große Thema. Gerade bei Haustüren war das bisher ein Problem.

GFF: Haben Sie auf der Messe interessante Neuheiten entdeckt?
Kreller: Gefunden habe ich stärkere Haustüren und eine Hebeschiebe-Tür mit einem ordentlichen U-Wert von 1,1. Zusätzlich bieten Fenster ohne Rahmen eine interessante Möglichkeit für den modernen Baustil. Für das gut laufende Sanierungsgeschäft habe ich ebenfalls neue Produkte entdeckt.

Willy Viethen, NürnbergMesse
GFF: Herr Viethen, was sagen Sie zu den Reaktionen der Handwerker, die GFF auf der Messe einfangen konnte?
Viethen: In einem Wort: Toll! Der Sinn einer Fachmesse ist, dass Besucher Informationen, Anregungen und Ideen erhalten, um im Alltag weiterzukommen. Das Ziel scheinen wir erreicht zu haben. Mit unseren Partnern gibt es nicht nur das Informationsangebot bei den Ausstellern, sondern auch das umfangreiche Rahmenprogramm, wo man sich neutral informieren kann.

GFF: Welche Veränderungen oder Verbesserungen planen Sie für die nächste fensterbau/frontale 2012?
Viethen: Die Messe war ausgebucht und steht wie eine „1“. Wir werden an kleinen Stellschrauben drehen. Ein Teil des Erfolgs sind umfangreiche Kontakte und Aktivitäten rund um die Welt. Die bauen wir aus, weil Energieeffizienz im Bereich Fenster, Fassade und Tür ein globales Thema ist.

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