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Frühjahrsempfang in Rheinland-Pfalz Tischler stärken ländliche Regionen

Zum Frühjahrsempfang von TischlerRheinland-Pfalz trafen sich Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Noll Werkstätten GmbH in Fachbach.

Tischler erfüllen neben vielen anderen Aufgaben auch einen wichtigen Auftrag in ländlichen Regionen: Sie bieten Arbeitsplätze und tragen damit zur Stabilität des ländlichen Raumes bei. Dies machte Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, beim diesjährigen Frühjahrsempfang von TischlerRheinland-Pfalz deutlich.

Schwerpunkt Innenausbau

Jürgen Keiper, Geschäftsführer der Noll Werkstätten, begrüßte rund 70 Gäste aus Hessen und Rheinland-Pfalz, darunter auch Rudi Müller, Präsident der Handwerkskammer Trier und Bernd Hammes, Geschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz. Keiper stellte das im Jahr 1954 gegründete Unternehmen vor. Die 56 Mitarbeiter des Betriebs widmen sich hauptsächlich dem Schwerpunkt Innenausbau von Banken und Objekten. Als mittelständisches Unternehmen trägt Noll Werkstätten dazu bei, dass gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben der Region zu stärken.

Bürokratieabbau und Datenschutzverordnung

Für inhaltlichen Input gab Landesinnungsmeister Stefan Zock in seiner Begrüßungsrede einige Themen vor: Bürokratieabbau, die neue Datenschutzgrundverordnung oder die digitale Aufbewahrungspflicht von Dokumenten. Eingehend auf den Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD konstatierte Zock Licht und Schatten. So begrüße das Handwerk einerseits die vorgesehene Änderung das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz als überfälligen Schritt hin zur Gleichstellung akademischer und beruflicher Bildung. Andererseits kritisierte er jedoch die Ausgabenfreundlichkeit der neuen Regierung und die Tendenz zur Transfergesellschaft.

Politische Situation

Auch Hauptredner Dr. Hugo Müller-Vogg, langjähriger Mitherausgeber der FAZ, ging in seinem Vortrag auf die aktuelle politische Situation ein. Er setzte zahlreiche Fragezeichen zum aktuellen Handeln der politischen Eliten, wobei er zwar von einer Parteien-, nicht aber von einer Staatskrise sprechen wollte. Besonders enttäuscht zeigte sich Müller-Vogg darüber, dass der Koalitionsvertrag, der die deutliche Handschrift der SPD trägt, keine echte Steuerreform für den Mittelstand in Aussicht stellt.

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