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Drei Jahre nach der Übernahme So läuft es bei Wertbau

Im Sommer 2015 hat Rainer Taig sein Unternehmen Wertbau an die Arbonia AG verkauft. GFF hat nachgefragt, wie sich das Unternehmen seitdem entwickelt hat und welche Rolle es innerhalb der Unternehmensgruppe spielt.

Wie Fabienne Zürcher, Kommunikationsleiterin der Arbonia AG (ehemals AFG), im Gespräch mit GFF erläutert, ist Wertbau vollständig in die Unternehmensgruppe integriert. Präziser: Wertbau ist in die funktionell organisierte Division Fenster der Arbonia-Gruppe eingebunden. Forschung und Entwicklung für die von Wertbau hergestellten Produkte werden demnach – ebenso wie z.B. Einkauf oder Logistik – zentral durch die Division gesteuert. „Dadurch profitiert Wertbau in erheblichem Maß von den personellen und finanziellen Ressourcen des großen Verbunds“, sagt Zürcher. Auch die Führung des Unternehmens liegt übergreifend in der Division. Von der Gründerfamilie ist nach wie vor Carsten Taig operativ bei Wertbau tätig und Mitglied der Geschäftsleitung.

Kräftig in den Standort investiert

Innerhalb der Arbonia-Gruppe entwickelt sich Wertbau laut Zürcher zum Holz-Kompetenzzentrum. Dafür habe Arbonia in Langenwetzendorf Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe getätigt: in modernste Produktionsanlagen, die Lackierung und die Profilierung. „Im vergangenen Jahr wurde in Langenwetzendorf eine der modernsten Fertigungsanlagen für Holz/Aluminium-Fenster in Europa installiert“, sagt Zürcher. Das spiegelt sich auch auf der Produktebene wider. „Das völlig neue Holz/Aluminium-Fenster setzt neue Maßstäbe, sowohl im Sortiment als auch in der Produktion“, sagt die Kommunikationsleiterin. Die Plattformstrategie ermögliche eine hohe Automatisierung und kurze Produktionszeiten.

Fachkräfte dringend gesucht

Holz- und Holz/Alu-Fenster sowie Hebeschiebe-Türen produziert Wertbau für die gesamte Division Fenster der Arbonia-Gruppe. Das unveränderte Ziel sei es, die Absatzmenge auf 200.000 Quadratmeter hochzufahren. Das ist jedoch einfacher gesagt als getan. „Damit wir die Produktion hochfahren können, benötigen wir natürlich neues Personal, welches wegen des bekannten Fachkräftemangels aktuell nicht ohne Weiteres verfügbar ist“, schränkt Zürcher ein. Nichtsdestoweniger befinde sich Wertbau nach den umfangreichen Investitionen durch Arbonia „in einer guten Ausgangslage für die Erreichung des strategischen Ziels, im Arbonia-Fenstergeschäft einen wesentlichen Beitrag zu leisten“. Arbonia hat als Wegmarke vorgegeben, mit Wertbau in die Top Drei der Fensterhersteller auf dem europäischen Markt aufzusteigen.

Im deutschen Markt wiederum positioniert sich Wertbau laut Zürcher als Vollsortimenter für alle Rahmenmaterialien im Fenster-, Haustüren- und Rollladenbereich. „Wertbau bietet die perfekte Basis für Renovierungen und positioniert sich mit dem neuen Holz/Aluminium-System auch für Neubauprojekte attraktiv.“ Umsatzzahlen zu einzelnen Konzerngesellschaften gibt die Arbonia-Gruppe nicht bekannt. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die Division Fenster einen Nettoumsatz von 351 Millionen Schweizer Franken (CHF).

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