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Klasse statt Masse Sebnitzer Fenster bewirbt Holz-Range bei Architekten

Bundesweit und sogar im Ausland unterwegs ist Sebnitzer Fensterbau im gleichnamigen sächsischen 9.000 Einwohner-Städtchen nur einen Steinwurf von der Grenze zu Tschechien entfernt.

Beim Ortstermin aus Anlass der Verleihung des VFF-Marketingpreises für die sehr gelungene, aufwändig gestaltete und produzierte Holzfenster-Broschüre berichtet Seniorchef Siegfried Jehle von den ersten Jahren nach der Wende. 1992 hat er die ehemalige VEB Holzbau zum symbolischen Kauf von der Treuhand angetragen bekommen, üppige 24 Stunden Bedenkzeit inklusive. Der betriebswirtschaftlich vorgebildete Unternehmer schlägt zu, auch weil eine – damals – recht moderne Holzfensterfertigung zum Bestand zählt.

Warum so bescheiden

Neben dem Gesundschrumpfen von 180 auf 20 Beschäftigte steht erstmal eine Zusammenführung der wild an den sächsischen Hügeln verteilten 19 Einzelgebäude an, von denen die sechs wichtigsten im ersten Step buchstäblich unter ein gemeinsames Dach kommen. Lustig ist auch die Anekdote, als der Senior mit seinem Investitionsplan zur Bank läuft: Für die Modernisierung hat er zweieinhalb Millionen Mark kalkuliert; der Banker, dem klar ist, dass beim Aufbau Ost nicht gekleckert wird, hebt die Mittel mal ganz schnell auf das Doppelte an: „Sie brauchen doch sicher auch Maschinen“, offeriert er.

Heute hat sich das Unternehmen mit 70 Beschäftigten zu einem leistungsstarken Spieler im bundesdeutschen Projektgeschäft entwickelt; 70 Prozent beträgt der Anteil des Rahmenmaterials Kunststoff, 30 Prozent entfällt auf Holz bzw. Holz/Alu. Mit Juniorchef Florian Jehle und Vertriebsleiter Paul Sengebusch sind junge Leute nachgerückt, Letzterer als Jahrgangsbester seines BA-Studiums, die anschieben und – wie mit der u.a. vom VFF ausgezeichneten Holzfensterbroschüre – vor allem die Wertschöpfung mit anspruchsvollen Produkten im Blick haben; Florians Bruder Alexander ist als studierter Maschinenbauer ebenfalls an Bord.

Architekten im Fokus

Mit der Broschüre, in die Sebnitzer insgesamt einen satten fünfstelligen Tausenderbetrag investierte, hat es sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, ausgesuchte Architekten vor der nächsten Ausschreibung für seine Holz-Linie zu sensibilisieren. Der VFF verloste den Besuch einiger Redakteure, darunter von GFF-Online.

GFF stellt die gelungene Vermarktungshilfe in seiner Januarausgabe vor.

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