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Jahresbericht 2018 Schüco setzt nachhaltige Expansion fort

Die Schüco Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 1,670 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2017 (1,575 Milliarden Euro) vermeldet das Unternehmen damit eine deutliche Umsatzsteigerung von zirka sechs Prozent.

Mit dem Zukauf von Unternehmen und mit Kooperationen setzt Schüco nicht nur auf Wachstum aus eigener Kraft. Das Ziel dabei sei es, das Produktportfolio sinnvoll zu erweitern sowie neue und vorhandene Vertriebskanäle kontinuierlich auszubauen. Mit dem Erwerb der Soreg AG aus Wädenswil in der Schweiz hat Schüco sein Produktportfolio im Bereich Schiebeelemente um Profile aus Verbundwerkstoffen erweitert, um die Vermarktung von High-End-Schiebesystemen zu forcieren. Seit Mai 2018 ist Soreg eine hundertprozentige Schüco Tochtergesellschaft.

Zukäufe, Kooperationen und Neugründungen

Um Wachstumspotenziale im Mittleren Osten und auf afrikanischen Märkten noch besser zu erschließen, hat Schüco im Oktober 2018 die langjährige Beteiligung Schüco Middle East in Dubai zu 100 Prozent übernommen. Die EPS Systems KG aus Siegen, die zu den führenden europäischen Systemanbietern für Spanntuchtechnik gehört (Textilfassade Facid), zählt ebenfalls seit Oktober 2018 hundertprozentig zur Schüco Gruppe.

Die Beteiligung an der Sälzer GmbH aus Marburg gab Schüco im Mai 2018 bekannt. Beide Unternehmen sehen in dieser Maßnahme die Chance auf einen deutlichen Ausbau des Geschäftsfeldes im Bereich Hochsicherheit. Auch die japanische Baubranche bietet große Wachstumschancen – insbesondere Unternehmen und Produkte Made in Germany genießen laut Schüco ein sehr gutes Image. Ende November 2018 gründete das Unternehmen die Schüco Japan K.K. als hundertprozentige Tochtergesellschaft. Ebenfalls 2018 wurde PlanToBuild als Start-up-Unternehmen aus Schüco heraus gegründet. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft richtet sich mit ihrer Projektmanagement-Software für eine effiziente Projektsteuerung an alle am Bau Beteiligten – Verarbeiter, Monteure, Architekten, Subunternehmer und Investoren.  

Entwicklung im Metallbau und im Kunststoff

Auf den Geschäftsbereich Metallbau entfällt ein Umsatzanteil von 1,410 Milliarden Euro, so dass dieser Bereich ein Umsatzplus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,320 Milliarden Euro) verzeichnet. Zweistellig ist dabei der Bereich auf der iberischen Halbinsel sowie in Luxemburg, Italien, Osteuropa, Kasachstan, Indien und Südostasien gewachsen. Das Geschäft in China hat sich nach starkem Vorjahreswachstum mit einem Umsatzplus von 5,4 Prozent entwickelt. Für Deutschland liegt der Umsatzanteil mit 497 Millionen Euro anderthalb Prozent über Vorjahr.

Auch der Geschäftsbereich Kunststoff verzeichnet ein erfolgreiches Jahr 2018: Mit einem Umsatz von 268 Millionen Euro meldet das Tochterunternehmen Schüco Polymer Technologies aus Weißenfels im Vergleich zum Vorjahr (260 Millionen Euro) ein Umsatzplus von 3,1 Prozent. Wachstumstreiber für das Kunststoffgeschäft waren insbesondere Osteuropa sowie Italien und Spanien. In Deutschland wurden 108 Millionen Euro Umsatz erzielt. 

Ausblick 2019

Schüco sieht in Deutschland für 2019 unverändert ein positives Marktumfeld. Das anhaltende niedrige Zinsniveau und der boomende Wohnungsneubau in Deutschland werden voraussichtlich die Investments in Immobilien weiterhin attraktiv halten. Für die im angestrebten Klimaschutzgesetz definierten Klimaschutzziele und Zielvorgaben sei das Unternehmen mit seinen ganzheitlichen Lösungen für Wohn- und Objektbauten sowie mit seinem 360 Grad-Nachhaltigkeitsansatz gerüstet. Er umfasst den gesamten Lebenszyklus eines Produktes von der Planung über die Herstellung, Montage und Nutzung bis hin zur Möglichkeit des Rückbaus mit Recycling in den geschlossenen Wertstoffkreislauf.

Der Geschäftsbereich Metallbau hat im Januar 2019 auf der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme – der  BAU in München – ganzheitliche Lösungen für Wohn- und Objektbauten gezeigt. Laut Schüco greifen diese wichtige Entwicklungen wie Digitalisierung, Urbanisierung und Globalisierung auf und geben Antworten auf die Ansprüche der nationalen und internationalen Märkte von morgen.

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