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Plexiglas-Massivplatten von Evonik Nachhaltig durch Langlebigkeit

Das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) hat für die Plexiglas-Massivplatten des Herstellers Evonik eine Umwelt-Produktdeklaration (EPD) ausgestellt. Die Informationen dienen beispielsweise als Grundlage für eine Nachhaltigkeitsbewertung von Bauwerken.

Die Produktdeklaration beschreibt die Umweltwirkungen des Acrylglases und ist damit eine transparente, unabhängige und nachvollziehbare Quelle für Bauherren und Architekten, wenn sie in der Planungsphase verschiedene Produkte miteinander vergleichen möchten.

Bausektor als Fokusbranche

„Die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit von Produkten wird gerade in der Baubranche immer wichtiger – zum einen durch ein gestiegenes Bewusstsein in der Öffentlichkeit, zum anderen aber auch durch aktuelle Bauregularien“, sagt Martin Berkenkopf, der als Projektleiter im Evonik-Geschäftsgebiet Acrylic Products für die Erstellung der EPD verantwortlich war. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, die ökologischen Eigenschaften unserer Plexiglas-Massivplatten transparent offenzulegen. Durch ihre Langlebigkeit können die Platten zum Beispiel zu einer nachhaltigen Bauweise beitragen.“ Die Umwelt-Produktdeklaration für Plexiglas-Massivplatten ist fünf Jahre lang gültig und kann auf der IBU-Website mit der Suchangabe des Stichwortes Plexiglas heruntergeladen werden.

Nachhaltig durch Langlebigkeit

Neben der Lebenszyklusanalyse für die Herstellung der Platten stellt die Umwelt-Produktdeklaration auch Indikatoren zu deren Umweltwirkungen dar. So verfügt das Markenacrylglas beispielsweise über eine hohe Alterungs- und Witterungsbeständigkeit und ermöglicht damit bei Außenanwendungen wie Lärmschutzwänden und Überdachungen Nutzungszeiten von bis zu 30 Jahren und mehr. „Langlebige Bauteile müssen nicht so häufig ausgetauscht werden und vermeiden damit, dass frühzeitig ein neues Produkt für die gleiche Anwendung hergestellt werden muss“, erläutert Berkenkopf.

Nachweis der ökologischen Eigenschaften

Für Plexiglas-Massivplatten ist das der zweite Nachweis ihrer ökologischen Eigenschaften: Bereits 2014 war eine erste Umwelt-Produktdeklaration in Form einer Herstellererklärung erarbeitet worden, die sich an der EPD des Instituts Bauen und Umwelt e. V. orientiert hatte. Bauherren, Architekten und Planer können diese nach einheitlichen Standards aufbereitete Datengrundlage beispielsweise nutzen, um die Ökobilanz eines Gebäudes zu berechnen. Außerdem werden EPDs für Zertifizierungen wie das Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen (DGNB) oder LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) des U.S. Green Building Council benötigt.

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