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Investitionen von zwei Millionen Euro Martin investiert kräftig am Standort Ottobeuren

Martin hat an seinem Produktionsstandort im bayerisch-schwäbischen Ottobeuren kräftig investiert und sich für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet. Dies ist Teil der langfristig angelegten Strategie, das Unternehmen weit über das 100-jährige Jubiläum im Jahr 2022 hinaus profitabel zu halten.

Die jüngste Investition am einzigen Produktionsstandort Ottobeuren ist ein hochmodernes Bearbeitungszentrum, für das Martin eigens ein zirka 350 Quadratmeter großen Bereich in der Produktion schuf. Bereits im August dieses Jahres wurden 2.100 Quadratmeter der Montagehalle mit einem neuen Rheorapid-Industrieboden versehen. Nach Abschluss der Maßnahmen implementierte man eine neue, zusammen mit der Fachhochschule Kempten entwickelte, Montagelogik. Aktuell läuft ein weiteres Projekt mit der FH Kempten, das die Optimierung des Materialflusses zum Ziel hat. Das Gesamtinvestitionsvolumen dieser Maßnahmen liegt bei etwa zwei Millionen Euro.

Leistungsstarker Produktionsstandort

Am Standort Ottobeuren werden seit seiner Gründung sämtliche Martin Maschinen produziert: Fomatkreissägen, Tischfräsen, Dicken- und Abrichthobelmaschinen sowie Spezialschleifmaschinen für den Fensterbau. Deutlich mehr als 1.000 Maschinen werden das Werk im Jahr 2018 verlassen, heißt es aus dem Unternehmen, Tendenz weiter steigend.

Geschäftsführer Michael Hammerer, der zusammen mit Geschäftsführer Uwe Schiemann das Unternehmen leitet, bringt auf den Punkt, welcher Strategie Martin konsequent folgt: „Wir haben gelernt, hochflexibel auf Schwankungen im Markt zu reagieren. Die Produktion muss dem Markt folgen, nicht umgekehrt. Daher ist höchster technischer Standard kombiniert mit perfekter Organisation so wichtig, gerade für uns als kleinerer Mittelständler. Denn nur so können wir im weltweiten Wettbewerb langfristig bestehen“.

Weichen für die Zukunft gestellt

In Ottobeuren sind aktuell 170 Mitarbeiter beschäftigt, davon ein Großteil hochqualifizierte Facharbeiter. „Viele von unseren Mitarbeitern haben bereits ihre Ausbildung bei Martin absolviert,“ führt Hammerer weiter aus. „Das sichert unser hohes Know-how in Fertigung und Montage. Denn was nützt uns die beste Maschine, wenn wir nicht auch die besten Leute zu ihrer Bedienung haben? Vor allem auch deshalb bilden wir hier bei Martin weit über Bundesdurchschnitt in mehr als neun Berufen aus.“

Seit Dezember 2018 ist das Flexible Fertigungssystem (FFS) in Betrieb. Hammerer freut sich sichtlich, hier wirklich die moderneste Technik eingekauft zu haben. „Unser neues horizontales 4-Achs-Bearbeitungszentrum von Heller markiert mit seiner hochmodernen Automatisierung nicht nur die modernste Fertigungstechnologie, sondern zählt auch mit einer Energieeinsparung von mehr als 33 Prozent zu den energieeffizientesten am Markt erhältlichen Lösungen. Wir haben damit nicht nur unsere Kapazität deutlich erhöht, sondern besonders auch in Sachen Effektivität, Qualität und Flexibilität einen sehr großen Schritt getan.“

Das neue FFS ist mithilfe der hochmodernen Steuerungssoftware in der Lage bis zu 30 verschiedene Bauteile mannlos, nacheinander zu bearbeiten. Im Werkzeugmagazin ist Platz für bis zu 265 Werkzeuge, die über einen Datenchip im Werkzeug automatisch in der Maschine verwaltet werden. Die automatisierte Werkstückzuführung der Anlage ist in der Lage, Bauteile bis zu 900 Kilogramm zu bewegen. Das neue FFS bietet damit nicht nur eine prozesssichere Qualitätsverbesserung, sondern ist mit einer Bearbeitungszeitreduzierung von durchschnittlich 30 Prozent auch deutlich effizienter.

Investitionen nicht nur in der Fertigung

Auch im Verwaltungsgebäude wurde im Jahr 2018 investiert. Im gesamten Gebäude wurden hochwertige, dreifachverglaste Fenster eingesetzt. Zudem wurde in einem ersten von drei Schritten eine komplette Etage mit einer zeitgemäßen Raumaufteilung umgestaltet und mi t moderner LED-Lichttechnik ausgestattet. Das Licht wird nun vollautomatisch an die Bedürfnisse von Arbeitsplatz und Mitarbeiter angepasst.

Die Investitionen in Maschinenausstattung und Gebäude sind, so Hammerer, ein klares Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Ottobeuren. „Unser erklärtes Ziel ist, unser Unternehmen an der Weltspitze zu halten. Unsere Holzbearbeitungsmaschinen zählen seit Jahrzehnten anerkanntermaßen zu den besten Maschinen, die weltweit erhältlich sind. Diese Spitzenstellung ist nur mit erstklassiger Maschinenausstattung, vor allem aber engagierten, gut ausgebildeten Mitarbeitern dauerhaft haltbar,“ ist sich Hammerer sicher.

Über Otto Martin Maschinenbau
Otto Martin Maschinenbau mit Sitz in Ottobeuren im Allgäu ist einer der traditionsreichsten Anbieter von qualitativ hochwertigen Formatsägen, Tischfräsen und Hobelmaschinen. Das Familienunternehmen wurde 1922 von Otto Martin gegründet. Was damals mit einfachen, soliden Maschinen begann, wurde während den folgenden nahezu 100 Jahren kontinuierlich zum Maßstab für Qualität und Funktionalität in der Branche ausgebaut. Otto Martin Maschinenbau setzt auf Qualität „made in Germany“. Derzeit beschäftigt das Traditionsunternehmen am Firmensitz in Ottobeuren zirka 170 Mitarbeiter.
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