Branche -

Pro-K-Tagung der Kunststoffindustrie

Der pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff hat sich zur fünften Verbandstagung in Leverkusen getroffen. Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Technik, Industrie und Corporate Social Responsibility (CRS) berichteten über die aktuelle wirtschaftliche Situation der Branche und beschäftigte sich mit zukunftsweisenden Themen.

Mehr als 100 Teilnehmer interessierten sich für die unterschiedlichen Vorträge. So referierte Prof. Dr. Peter Nieschmidt, Professor für Politologie in München, zum Thema Mitarbeiterführung im Wandel. Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag von Nationalrätin Doris Fiala, Präsidentin von Swiss Plastics, die über Risikominimierung durch soziale Unternehmensverantwortung sprach. Abschließend begeisterte Dr. Rolf Kroker, Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft und Leiter des Wissenschaftsbereiches Wirtschafts- und Sozialpolitik, nach Angaben des Verbandes die Zuhörer mit seinen Ausführungen unter anderem über die Ergebnisse des Sachverständigenrates für Wirtschaft zum Staatshaushalt in Zusammenhang mit dem Wirtschaftswachstum.

Thermoplastische Verbundswerkstoffe sind im Kommen

Dr. Michael Prein, Vice President Development Polycarbonates der Bayer MaterialScience AG, sprach über das Thema neue Entwicklungen von Kunststoffen und erklärte am Beispiel von Polycarbonaten die Erweiterung dieser Werkstoffe. So spielen thermoplastische Verbundswerkstoffe bereits eine wichtige Rolle, um Metallkomponenten langfristig zu ersetzen. Frank Schnieders, Senior Manager Market- & Competitive Intelligence der BayerMaterial Science AG berichtete über die Konsequenzen der Verlagerung der Rohstoffproduktion in den Emerging Markets. Er ging insbesondere auf die Chancen der Globalisierung und die daraus resultierende Wettbewerbssituation für Kunststoff verarbeitende Unternehmen ein. Viele Firmen müssen so eingefahrene Pfade verlassen, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen. So prognostizierte Schnieders, dass neue Produktionskapazitäten in Asien, die einen zunehmenden globalen Wettbewerb hervorrufen sowie ein Shale Gas Boom, eine Verlagerung der Produktion von West- nach Osteuropa und eine Verschärfung der rechtlichen Rahmenbedingungen die Industrie zum Umdenken bewegen.

© gff-magazin.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten