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Design Thinking Challenge in der Baubranche iWDVS auf der FAF 2019: Fassade neu denken

Das iWDVS hat auf der FAF 2019 zusammen mit IWM.biz eine Design Thinking Challange gestartet, bei der es darum geht, die individuelle Expertise und Erfahrung von Messeteilnehmern für Weiterentwicklungen in der Baubranche zu nutzen. Wie das funktioniert hat und was dabei raus kam, lesen Sie hier.

In Kooperation mit dem Institut für wertezentriertes Management (IWM.biz) stellte das iWDVS-Netzwerk auf der Branchenmesse Farbe, Ausbau und Fassade (FAF 2019) eigenen Angaben zufolge die größte Design Thinking Challenge der Baubranche auf die Beine. An drei Tagen waren die Messebesucher dazu eingeladen, ihre Gedanken an einer über dreißig Quadratmeter großen, beschreibbaren Betonwand zu teilen. Methodisch begleitet von ausgebildeten Design Thinking Experten wurden innerhalb dieser Tage die dringendsten Themen der Fassadenindustrie herausgearbeitet sowie konkrete Lösungen zur Beantwortung der Themen gesammelt.

Design Thinking Challenge: Konkrete Lösungsansätze live erarbeiten

Am ersten Tag ging es darum, den Fassadenbau besser zu verstehen. Ziel war es, herauszufinden, was dem Fassadenbauer heute das Leben dort schwer macht und was im Gegenzug gut funktioniert. Aus den gesammelten Gedanken der Messeteilnehmer, wurden durch das Team von IWM Cluster gebildet und drei Hauptthemen identifiziert: Das Ansehen und die Wahrnehmung des Handwerks bzw. des Fassadenbaus, die Relevanz von Nachhaltigkeit und Natur in Produkten und Systemen sowie der Fachkräftemangel im Fassadenbau.

Diese Themen wurden den Messebesuchern am darauffolgenden Tag zur Auswahl präsentiert, so dass diese durch ein interaktives Voting die Möglichkeit hatten, das ihrer Meinung nach wichtigste Thema zu bewerten. Parallel dazu wurden bereits viele spannende Ideen, die spontan in Gesprächen entstanden sind, aufgenommen und für alle Messeteilnehmer sichtbar an der Design Thinking Wand platziert.

Fachkräftemangel in der Fassadenbranche

Durch die gemeinschaftliche Arbeit der Messeteilnehmer wurde deutlich, dass die scheinbar unüberwindbare Problematik der Branche zum einen darin besteht, dass das Image des Handwerks allgemein sowie das der Fassadenbranche in den vergangenen Jahren massiv gelitten haben. Zum anderen zeigte sich, dass immer weniger junge Leute Interesse daran zeigen, eine berufliche Laufbahn im Handwerk einzuschlagen.

Beide herausgearbeiteten Aspekte sind laut Netzwerk Teil eines größeren gemeinsamen Problems, das sich scheinbar gegenseitig verstärkt: Je weniger qualifizierte Nachwuchskräfte in die Branche kommen, desto mehr leidet darunter die Qualität der Arbeitsergebnisse. Dies führt dazu, dass immer weniger Endkunden bereit sind, angemessene Preise für handwerkliche Leistungen zu bezahlen. Und das wiederum hat den Effekt, dass die Fachkräfte nicht angemessen entlohnt werden können und sie sich eher für andere Wirtschaftsbereiche, wie z. B. die Industrie entscheiden.

Mit gewerkeübergreifenden Systemen dagegen kann der gordische Knoten durchgeschlagen werden. iWDVS steht für prozesssichere und nachhaltige Lösungen im Fassadenbau. Durch eine einfache Einbauweise kann laut Netzwerk bei geringerem Zeitaufwand ein hochqualitatives Ergebnis erzielt werden. Und das mit innovativen und ästhetischen Lösungen, die für eine neue attraktive Generation von Handwerk stünde.

Am dritten Tag der Messe wurden dann mittels eines Ideen-Boards konkrete Lösungsansätze für die Fokusthemen Ansehen des Handwerksberufs und Fachkräftemangel im Fassadenbau erarbeitet. Es entstand eine Vielzahl kreativer Ideen, wie zum Beispiel ein einfaches Feedbacksystem für Handwerker, das ihnen dabei helfen soll, ihre Qualität dem Endkunden besser zu verdeutlichen, oder Guerilla Marketing-Aktionen an der Quelle der Nachwuchsfachkräfte, den Schulen. Der kreative Werdegang sowie alle Ideen und Ergebnisse konnten während der gesamten Messe live verfolgt und können ab sofort unter iwm.biz/farbe-2019 angefordert werden.

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