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Auf Transparenz bauen Institut Bauen und Umwelt wird 40

Das Institut Bauen und Umwelt (IBU) wurde 1980 als Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt von einer kleinen Gruppe von Bauprodukteherstellern gegründet, die gemeinsam umweltbezogene Informationen veröffentlichten. 2008 benannte sich die Organisation in Institut Bauen und Umwelt um. Sie ist heute mit über 210 Unternehmen und Verbänden die größte Vereinigung von Herstellern der Baustoffindustrie.

2013 erfolgte der Umzug nach Berlin. Auf die vom IBU entwickelten Umwelt-Produktdeklarationen (Environmental Product Declarations kurz EPDs) greift inzwischen die gesamte Baustoffindustrie zurück, wenn es um transparente und glaubhafte Umwelt- und Nachhaltigkeitsinformationen zu Baukomponenten und -produkten geht. Dabei ist das IBU branchenübergreifend und unabhängig.

Durchbruch gelang mit der Novellierung der Bauproduktenrichtlinie

2005 wurde die erste EPD offiziell an Rockwool vergeben. Dieser Umstand wurde von den Verantwortlichen der AUB genutzt, um auch Struktur und Außendarstellung neu zu entwickeln. Der Durchbruch dieses Informationsformats gelang mit der Novellierung der Bauproduktenrichtlinie zur Bauproduktenverordnung im Jahre 2011. Die Europäische Kommission konnte von Mitgliedern des IBU davon überzeugt werden, dass EPDs das geeignete Hilfsmittel sind, um umweltbezogene Informationen zu transportieren. Aufgenommen wurde der Hinweis auf EPDs in den Erwägungsgründen zur Bauproduktenverordnung für die wesentlichen Anforderungen 3 (Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz) und 7 (Nachhaltige Verwendung von Ressourcen).

Mehr als 210 Firmen und Verbände stehen für über 1.800 EPDs

Dieser Hinweis auf ein geeignetes Instrumentarium zu umweltrelevanten Informationen neben der obligatorischen CE-Kennzeichnung zu den Leistungsmerkmalen wurde von der Geschäftsstelle des IBU konsequent genutzt. Von 2006 bis 2010 wurde in einer Art Roadshow bundesweit das neue Format vorgestellt. „Der Erfolg war und ist außergewöhnlich“ sagt Dipl.-Ing. Hans Peters, Vorstandsvorsitzender des IBU. „Eine Handvoll Vorreiter haben die Standardlösung entwickelt, auf die die gesamte Branche der Bauprodukte-Hersteller zurückgreift, entweder individuell oder über Verbandslösungen. Heute sind über 210 Firmen und Verbände Mitglieder des IBU, die für über 1.800 EPDs stehen, die wiederum ein Vielfaches an Produkten beinhalten.“

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