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Save the Date IEA-Tagung: Energieaktive Fassaden

Während der IEA-Tagung am 13. Dezember in Wien erhalten Teilnehmer Informationen zu Ergebnissen verschiedener Forschungsinitiativen, die sich mit dem Potenzial von Gebäudehüllen zur Energiegewinnen befassen. Zur Veranstaltung laden das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, das AEE – Institut für Nachhaltige Technologien und die Universität Innsbruck ein.

Die IEA-Tagung: Energieaktive Fassaden findet am 13. Dezember in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien statt. Zusammen laden das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, das AEE – Institut für Nachhaltige Technologien und die Universität Innsbruck zu der Veranstaltung ein.

Oberflächen von Gebäude für die Energieumwandlung nutzen

Eine zukunftsfähige Energieversorgung basiert auf erneuerbaren Energieträgern, ist sich das Veranstaltungs-Trio einig. Das setze voraus, dass genügend Flächen verfügbar sind um den Bedarf an erneuerbar bereitgestellter Wärme und Strom zu generieren. Um den vorherrschenden Wettbewerb bei der Nutzung von freien Landflächen für unterschiedlichste Verwendungen in Mitteleuropa zu entschärfen, gelte es die Oberflächen von Gebäude für die Energieumwandlung zu nutzen.

Gleichzeitig kämen auf die Bauteile in Gebäudehüllen neben den klassischen Aufgaben des Witterungsschutzes, des Wärmeschutzes und der Ästhetik noch Aufgaben wie Energieumwandlung, Energiespeicherung, Energieverteilung sowie Versorgung mit Frischluft hinzu. Durch diese Funktionserweiterung sowie aufgrund der reduzierten Verteilverluste und des hohen Vorfertigungspotenzials könnten über den Lebenszyklus des Gebäudes erhebliche Kostenvorteile gegenüber herkömmlichen Fassaden sowohl im Neubau als auch in der Bestandssanierung von großvolumigen Gebäuden erreicht werden. Insbesondere in der Bestandssanierung bieten Vorhangfassaden aufgrund der kurzen Bauzeiten und der dadurch geringen Belastungen für Bewohner und Nutzer erhebliche Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Fassadensanierungen und damit ein enormes Potenzial zur Steigerung der Sanierungsraten, weiß das Veranstaltungstrio.

Innerhalb des Task 56 „Building Integrated Solar Envelope Systems for HVAC and Lighting“ im Programm „Solar Heating and Cooling“ der Internationalen Energieagentur hätten sich in den letzten drei Jahren ein internationales Expertenteam mit österreichischer Beteiligung genau mit diesem Thema beschäftigt. Parallel dazu fokussierten weitere nationale als auch internationale Forschungsprojekte auf unterschiedliche Interpretationen von energieaktiven Fassaden in Forschung und Demonstration. Die vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, AEE – Institut für Nachhaltige Technologien sowie der Universität Innsbruck veranstaltete Tagung diene dazu, die aus verschiedenen Forschungsinitiativen erzielten Ergebnisse einer breiten Expertenrunde zugänglich zu machen bzw. diese neuen Ansätze zu diskutieren.

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