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Glasermeister unter sich GFF BW hat die Zukunft im Blick

Das Führungstrio des GFF BW – LIM Jürgen Sieber, sein Vize Wolfgang Gastel, Hauptgeschäftsführer Waldemar Dörr – funktioniert, die WhatsApps zwischen Stetten, Aidlingen und Karlsruhe regeln die Herausforderungen von heute. Aber die drei Glasermeister arbeiten längst am Konzept für morgen.

Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind nach Zahl der Mitglieder und Größe des Verbandsgebiets die Schwergewichte, wenn man unter dem Aspekt der Zukunftsperspektiven auf die Landkarte der Handwerksbranche blickt; zuletzt machte – Größe ist nicht alles – die aus dem BIV ausgetretene Glaser-Innung Niedersachsen in Hinblick auf die Einsprüche zur verschärften DIN 18008 von sich reden. Zwar ist die Welt in Karlsruhe, was die saldierte Entwicklung bei den Mitgliedsbetrieben und den Haushalt angeht, weitgehend in Ordnung; doch gibt es auch beim vermeintlichen Bundesinnungsverband für das Fenster strategische Überlegungen in Bezug auf die Zukunftssicherung – wobei sich das "auch" dadurch relativiert, dass andernorts die Konzepte zunehmend um Fragen der Finanzierung zu kreisen scheinen. "Tatsache ist", so formulierte Waldemar Dörr Ende August im exklusiven Skypegespräch im Sieberschen Wohnzimmer mit dieser Redaktion, "dass uns künftig alle Austritte ereilen werden, die nichts mit vermeintlicher Unzufriedenheit mit Verbandsleistungen zu tun haben werden. Sondern damit, dass die Kollegen aufgeben, weil sie kein Personal, keinen geeigneten Nachfolger finden."

Landkarte vor Flurbereinigung

Nach GFF-Informationen hat die eine oder andere Institution der Branche bereits im Badischen angeklopft; zu eindrucksvoll erscheint, was die dort beheimatete Geschäftsführung in Zeiten von vielerorts knappen Mitteln in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt hat; Stichwort: SIAM, Webseite, Fensterbautool ("Das wollen sie alle, am liebsten zum Nulltarif"), Service/Ansprechbarkeit – wer glaubt, hier werde positiv überzeichnet, dem sei gesagt, dass die beschriebene Landkarte in den nächsten Jahren/Jahrzehnten zweifellos in Teilen neu gezeichnet wird. Auffällig ist dabei, dass uns im Spätsommer von höchst unterschiedlichen Enden der Republik der Vorstoß erreichte, ein Gremium, in dem Vertreter aller Institutionen für Glas, Fenster, Fassade sitzen, die ein Interesse am konstruktiven Meinungsaustausch zu sachlich-fachlichen Themenstellungen haben, sei nötig; eines, in dem Verbandspolitik und die bekannten Hütchenspiele um "Königreiche und Fürstentümer" (O-Ton Dörr) ebenso tabu sind wie regionale Eifersüchteleien – die Treffen fänden an unterschiedlichen Orten statt.

Fest steht, GFF bleibt am Ball, in der Ausgabe zur glasstec finden Sie spannende Hintergründe zur deutschen Verbandslandschaft, wie sie die Redaktion mit LIM und HGF des GFF BW diskutierte, sowie die fachlichen Inhalte eines sehr offenen Skypegesprächs mit Waldemar Dörr.  

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