Technik -

Produktportfolio erweitert Eurotech fertigt nun in Losgröße 1

Eurotech erweitert sein Produktportfolio mit einer Kommissionieranlage. Ziel ist es, in Kleinserien und Einzelstücke und somit Losgröße 1 zu fertigen.

Mit einer Kommissionieranlage reagiert Eurotech nach Unternehmensangaben auf die Anforderungen eines sich ständig veränderten Marktes. Individuelle Produktion und schnelle Lieferung werden verstärkt gewünscht und erwartet, heißt es weiter. Immer geringere Stückzahlen verlangen laut Eurotech eine effizientere und kostengünstigere Produktion und Lagerführung. Das Unternehmen entwickele für diese Probleme kundenspezifische Kommissionieranlagen zum Handling von Platten und anderen flächigen Produkten mit unterschiedlichen Formaten und Oberflächen.

Weniger Handarbeit entlastet Mitarbeiter

Es erfordere mehrere Mitarbeiter, um flächige Lasten von Hand zu kommissionieren. Eine vollautomatische Kommissionieranlage arbeite effizienter und sicherer für die Ware und die Qualität bleibt erhalten. Für die Mitarbeiter entfällt laut Eurotech die körperliche Belastung. Dies trage dazu bei, Gesundheitsrisiken vorzubeugen. Die Rücken der Mitarbeiter würden deutlich entlastet und Arbeitsunfälle vermieden werden.

Lösung aus einer Hand

Eurotech setzt bei solchen Anlagen auf Lösungen aus einer Hand. Die gesamte Entwicklung, Fertigung, Montage und Inbetriebnahme führt das Unternehmen nach Kundenanforderungen durch. Die Anlage besteht aus mehreren Palettenplätzen. Ein Fahrwagen mit Saugrahmen nimmt die Ware von bereitgestellten Paletten auf und legt diese auf der Kundenpalette ab. Über die Bedienoberfläche der Anlage legt ein Mitarbeiter die Quell- und Zielstationen sowie die zu kommissionierenden Mengen fest.

Um eine vollautomatische Kommissionierung zu starten, benötigt die Anlage die Informationen, welche Saugkreise für die unterschiedliche Lasten zu schalten sind. Diese Daten sind in einer Datenbank hinterlegt oder über einen Barcode registrierbar. Die Kommissionierung erfolgt danach vollautomatisch. Um Fehler zu vermeiden, sind in der Anlage verschiedene Sensoren verbaut. Die Anlage vergleicht beispielsweise das Gewicht der angehobenen Platte mit den zuvor registrierten Daten. Stimmt das Gewicht überein, läuft die Anlage durch. Bei einer Abweichung unterbricht die Anlage den Vorgang und erstattet eine Fehlermeldung.

Beim Handling von flächigen Lasten - vor allem bei Plattenware – tritt laut Eurotech das Problem der Adhäsion auf. Dies ist ein physikalischer Zustand, bei dem zwei Grenzflächen aneinanderhaften und schwer voneinander zu lösen sind. Die Lösung sei eine Eckenvereinzelung. Dabei kommen an den Ecken des Saugrahmens Faltenbalgsauger zum Einsatz.

Individuelle Kundenanfragen umsetzen

Es besteht die Möglichkeit, die Kommissionieranlage in ein vorhandenes Kragarmregalsystem zu integrieren. Da die gesamte Entwicklung und Fertigung von Eurotech durchgeführt wird, ist es laut Eurotech möglich individuelle Kundenanforderungen zu berücksichtigen. So sei es z.B. in einer weiteren Ausbaustufe der Kommissionieranlage realisierbar, mit einem schwimmend gelagertem Saugrahmen, einen Versatz von bis zu 50 Millimeter auszugleichen. Dies sei für einen Kunden interessant, um ein sauberes Stapelbild zu erreichen. Eingebaute Linearantriebe richten den schwimmend gelagerten Saugrahmen an den korrespondierenden Anstoßkanten aus. Es können Ergebnisse von maximal zwei Millimetern Versatz erzielt werden. Durch das genaue Ausrichten und Aufstapeln der Lasten werden empfindliche Oberflächen geschützt, berichtet Eurotech.

© gff-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten