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Stellungnahme der Messeleiterin Elke Harreiß: "Das Format Messe steht nicht infrage."

Nach den jüngsten Absagen namhafter Hersteller hat GFF bei Elke Harreiß, der Leiterin der FENSTERBAU FRONTALE, nachgefragt, wie sie die Situation bewertet, wie der aktuelle Planungsstand ist und was ihr Zuversicht gibt für eine erfolgreiche Messeausgabe 2022.

"Wir bedauern die Absage einiger Aussteller für die FENSTERBAU FRONTALE 2022, haben aber natürlich Verständnis für die individuellen Gründe. Ganz wichtig ist für uns das Signal: Das Format Messe steht nicht infrage. Wer 2022 pausieren muss, möchte 2024 wiederkommen." Das sagt Elke Harreiß, Leiterin der FENSTERBAU FRONTALE bei der NürnbergMesse, auf Anfrage von GFF zu den jüngsten Messeabsagen von Gretsch-Unitas (GU) und Schüco.

Aktueller Anmeldestand und Besucherströme

Laut Harreiß sind aktuell 555 Aussteller – davon die Hälfte international – zur FENSTERBAU FRONTALE 2022 angemeldet. Mit zirka 52.000 Quadratmeter seien 82 Prozent der zur Verfügung stehenden Ausstellungsfläche belegt. "Wir gehen aktuell davon aus, dass sich der Teilnehmeranteil insgesamt um wenige Prozentpunkte zugunsten des nationalen Publikums verschieben wird, und insbesondere Besucher vorrangig aus Europa anreisen werden", sagt die Messeleiterin. Zum Vergleich: Zum zurückliegenden Fachmesseverbund FENSTERBAU FRONTALE und HOLZ-HANDWERK 2018 kamen 94 Prozent aller Besucher aus Europa.

Für Interessierte, die womöglich aufgrund noch bestehender Reiserestriktionen im März 2022 nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, bilden die Veranstalter Teile des Programms online ab.

Erfolgreicher Restart von Messen mit internationaler Beteiligung

Die Planungen bei der Messegesellschaft in Nürnberg und bei den angemeldeten Ausstellern sind in vollem Gange. "Die teilnehmenden Unternehmen haben von uns umfangreiche Erläuterungen zum aktuell gültigen, inzidenzunabhängigen Rahmenhygienekonzept für Messeplätze in Bayern und den derzeit geltenden Bestimmungen hinsichtlich Standbau und -catering erhalten und bereiten ihren Auftritt nun entsprechend vor", sagt Harreiß. Zuversichtlich stimme das Messeteam einerseits, dass seit dem Inkrafttreten der ersten Version im August 2021 einige Auflagen bereits gelockert wurden. Es sei daher anzunehmen, dass sich aktuelle Vorgaben bis zur FENSTERBAU FRONTALE 2022 noch ändern werden.

Vor allem freue die Organisatoren jedoch, dass erste Messen in Nürnberg im Rahmen des Restarts mit hoher internationaler Beteiligung stattgefunden haben: "Die Feedbacks der Teilnehmer an der FACHPACK 2021 waren äußerst positiv und unterstreichen, dass das Erlebnis Messe trotz pandemiebedingter Besonderheiten gelingen kann – der einstimmige Tenor lautete: 'Es fühlt sich fast genauso an wie früher!'" Diese Erfahrungen lässt die Messe Nürnberg auch in die Beratung der Aussteller einfließen und kann nun beispielsweise auf Bild- und Videomaterial zu Demozwecken zurückgreifen, was die Planungen vereinfache.

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