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Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. Der Sommer kommt: Wenn neue Häuser ins Schwitzen geraten

Der Sommer stellt besonders Bewohner von neuen Häusern und Wohnungen vor Probleme. Denn eine unkontrollierte Lüftung mit permanent offenen Türen und Fenstern ist gerade in der warmen Jahreszeit üblich und ist meist auch unproblematisch. Bei modernen, gut abgedichteten und gedämmten Häusern kann diese herkömmliche Lüftungsgewohnheit jedoch große Probleme bereiten. Darauf weist der Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. (VQC) hin.

Nach Erfahrung der Gutachter des Vereins zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. (VQC) entstehen durch eine nicht fachgerechte Lüftung besonders in der warmen Jahreszeit enorme Schäden. Die Ursache dabei ist immer die gleiche: Wenn im Sommer die Außentemperaturen spürbar ansteigen, ist es in den Innenräumen neuer Häuser und Wohnungen meist angenehm kühl. Wenn jedoch Fenster und Türen unkontrolliert geöffnet werden, strömt die warme und feuchte Luft in die Räume hinein, kühlt sich ab und die kondensierte Feuchtigkeit schlägt sich meist an den Wandoberflächen nieder. „Wenn dies zu einem Dauerzustand wird, ist das der ideale Nährboden für Schimmelbildung. Das verursacht nicht nur Schäden am Material sondern kann im Worst Case so auch zu einer echten Gefahr für die Gesundheit werden“, weist der VQC hin.

Außen warm, innen kühl, da fühlt sich Schimmel wohl

Aus diesem Grund sei es wichtig, dass sich die Bewohner von modernen, gut gedämmten Häusern und Wohnungen an einige Spielregeln halten. „Häuser und Wohnungen sollten am besten in den Morgenstunden gelüftet werden, wenn die Außentemperatur noch recht niedrig ist. Genauso verhält es sich in den Abendstunden. Bevorzugt werden sollte dabei wie auch im Winter eine kurze und effektive Stoßlüftung“, erklärt der VQC.

Krisengebiet Keller: Große Aufmerksamkeit sollte zudem der Kellerbereich bekommen. Hier sollte der Hausbesitzer während der warmen Jahreszeit aufgrund des permanent großen Temperaturunterschiedes auf das Lüften am besten ganz verzichten. Und wenn, dann ebenfalls nur in den Morgen- und Abendstunden. Und noch ein Tipp gibt der VQC. Die optimale relative Luftfeuchtigkeit sollte möglichst zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Überprüft wird dies mit einem handelsüblichen Hygrometer. Liege die Luftfeuchtigkeit permanent höher, empfiehlt der VQC den Einsatz eines Luftentfeuchters. Dieser sei besonders in den Kellerräumen hilfreich.

Deutlich mehr Baugenehmigungen erteilt

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung Statistischen Bundesamtes Nr. 222 vom 19. Juni 2020) zeigen, dass  von Januar 2020  bis April 2020 die Zahl der Baugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um insgesamt 4,5 Prozent gestiegen ist. Insgesamt wurden nach Aussage der Wiesbadener Statistiker in diesem Zeitraum der Bau von 110.600 Wohnungen genehmigt. Das waren 4,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden insgesamt zirka 96.200 Wohnungen genehmigt. Dies waren 4,7 Prozent oder 4.300 Wohnungen mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Zweifamilienhäusern (+14,3 Prozent). Auch die Zahl der Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+5,5 Prozent) und von Einfamilienhäusern (+1,3 Prozent) nahm zu.

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