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Bayerischer Fenstertag 2019 Branchentreff mit großer Resonanz

Der Bayerische Fenstertag 2019 des Fachverbands Schreinerhandwerk (FSH) Bayern in Feuchtwangen war mit rund 140 Teilnehmern wieder ausgebucht. Peter Arlt, Vorsitzender der Fachgemeinschaft Fenster und Fassade, begrüßte die Teilnehmer zu dem Vortragsprogramm mit aktuellen Themen rund um neue Technologien, Normen und rechtliche Rahmenbedingungen.

Der Bayerische Fenstertag startete mit einem Überblick über die Neuerungen bei Normen und Vorschriften.

Entwicklungen der DIN 18008

Dipl. Ing. (FH) Ralf Spiekers, technischer Berater des Bundesverbands Tischler Schreiner Deutschland, informierte über die Entwicklungen der DIN 18008 sowie die neue Energieeinsparverordnung (EnEV), die für Neubauten ab 2021 gilt. Dipl. Ing. (FH) Ulrike Jocham, Architektin und Bausachverständige, referierte über die Nullschwelle und unterstrich die Forderung nach einem flächendeckenden Einbau im Bereich des barrierefreien Bauens. Die Digitalisierung ist auch im Handwerk nicht mehr wegzudiskutieren. Dipl. Ing. (FH) Mirko Reich, technischer Berater des FSH Bayern, zeigte die Notwendigkeit auf, sich dabei von der maschinenorientierten Sichtweise zu lösen. In Betrieben müsse der innerbetriebliche Informationsfluss in den Vordergrund treten.

Die neue DIN 4109 – Schallschutz

Dr. Joachim Hessinger, Prüfstellenleiter des ift-Schallschutzzentrums, erklärte den neuen Aufbau der DIN 4109 Schallschutz. Neben den Anforderungen ging er auf das Nachweisverfahren ein. Hierzu stellt er fest: „Neben dem Rechenverfahren steht jetzt ein aktualisierter Bauteilkatalog zur Verfügung. Die Anwendung der DIN ist in Bayern verpflichtend, da diese seit Oktober 2018 bauaufsichtlich eingeführt ist.“ Ein innovatives selbstheilendes Oberflächenmaterial für die Fensterbeschichtung hat die Firma Adler entwickelt. Dzenan Imamovic erklärte den interessierten Zuhörern, wie das Lacksystem, bei Beschädigungen, z.B. nach Hagelschlag, funktioniert.

Kritische Situationen im Fensterbau

Zum Abschluss erörterte der Sachverständiger Karl Standecker in einem praxisnahen Vortrag die für Fensterbauer geltenden anerkannten Regeln der Technik, die im „Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren für Neubau und Renovierung“ festgelegt wurden. Diese Regeln gelten auch im Altbau und sind rechtlich verbindlich. Dennoch ergeben sich beim Bauen im Bestand besondere Anforderungen. Vor diesem Hintergrund ging Standecker auch auf kritische Situationen, insbesondere im Bereich des Bodenanschlusses ein.

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