„Wir müssen über Reparaturverglasungen reden“

Die Glaser-Innung Niedersachsen hat einen Vorstoß unternommen, eine Maßgabe für den Umgang mit dem Normentwurf zur DIN 18008-1 zu erstellen. Dazu traf sich der Technische Informationsausschuss am Vormittag in Hannover. Mit von der Partie waren auch Dipl-Ing. (FH) Eberhard Achenbach, Fachberater der Glaser-Innung Niedersachsen, sowie Andreas Willing, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht aus Lüneburg.

Im Dezember 2018 hatte der zuständige Normen-Arbeitskreis die umstrittene 0,8-Meter-Regelung gekippt und folgenden Änderungsvorschlag vorgelegt: „Wenn die Verkehrssicherheit es erfordert, sind bei frei zugänglichen Verglasungen Schutzmaßnahmen zu treffen. Das kann z.B. durch Beschränkungen der Zugänglichkeit (Abschrankung) oder Verwendung von Gläsern mit sicherem Bruchverhalten erfolgen.“

Achenbach wertete den Vorschlag als Riesenerfolg: „Damit ist die Kopplung an ESG und VSG vom Tisch“, sagte der Sachverständige. Um dem Glaserhandwerk eine verbindliche Vorgabe an die Hand zu geben, die keinen Interpretationsspielraum zulässt, müsse die Formulierung konkretisiert werden. Die Prüfung der Verkehrssicherheit sei gemäß VOB-Vertrag Planungsaufgabe und obliege dem Bauherren bzw. Architekten „Wir müssen über Reparaturverglasungen reden“, waren sich die Sitzungsteilnehmer einig. Am Ende verständigten sie sich auf einen Passus, der als rechtssichere Grundlage für Verglasungsarbeiten im Bestand wie Bleiverglasungen, Fusing-Glas, Innentüren oder Drahtglas dienen soll.

Mehr über den genauen Wortlaut der Formulierung sowie die weiteren Aktivitäten der Glaser-Innung Niedersachsen im Hinblick auf die DIN 18008 lesen Sie in der Märzausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs