Roto: Im Würgegriff der Politik

Wenn Roto unterhalb seiner gesteckten Ziele bleibt, ist das schon etwas Besonderes. In diesem Jahr wird das der Fall sein. Anstatt zwischen drei und fünf Prozent zu wachsen, wird das Unternehmen sich laut Vorstand Dr. Eckhard Keill bis Jahresende ein Wachstum von ein Prozent „erkämpfen“ müssen, auf dann 668 Millionen Euro (2018: 661,8 Millionen Euro). Die Ursachen sieht Keill vor allem in politisch bedingten Marktrückgängen, insbesondere bei der Fenster- und Türtechnologie wäre demnach ohne äußere Einflüsse deutlich mehr möglich gewesen. „Wir lehnen den Eingriff in den freien Wirtschaftshandel ab“, betonte Keill. Als konkretes Beispiel nannte er Sanktionen: Die Politik müsse sich bewusst werden, dass Strafmaßnahmen gegen andere Länder immer auch Auswirkungen auf die eigene Wirtschaft haben. Für 2020 erwartet Keill keine Wunderdinge. Allerdings dürften sich verschiedene Konfliktherde entspannen, so dass dann ab 2021 wieder ein wirtschaftlicher Schub zu erwarten sei. Angesichts der schwierigen Gemengelage ist Keill mit der Performance seines Unternehmens einigermaßen zufrieden. „Wir haben uns overall gut geschlagen.“

Die Unternehmenszahlen teilte Roto auf dem Internationalen Fachpressetag in Bad Mergentheim mit, wo der Bauzulieferer seine Wurzeln hat. Eine Zusammenfassung des Events lesen Sie in der GFF-Dezemberausgabe.