Internationale Konferenz zu Beschichtungen auf Glas

In Würzburg findet diese Woche die zwölfte Internationale Konferenz zu Beschichtungen auf Glas und Plastik (ICCG) statt. GFF war heute vor Ort und hat sich den ersten Veranstaltungstag angesehen. Michael Robinson sprach über digitales Glas als disruptive Technologie. Nach seinen Angaben wird die digitale Gesellschaft auch die Glasindustrie verändern, nicht nur was Projektsteuerung, Marketing und Fertigung betrifft, sondern auch das Produkt selbst. Das Ziel müsse es sein, dass der Nutzer mit dem Glas interagiere. Noch sei die Branche allerdings nicht so weit, wie es wünschenswert wäre. „Ist es schwierig, solche Beschichtungen herzustellen? Ja. Ist es unmöglich? Nein“, motivierte der Fachmann die Branche. Prof. Dr. Sener Oktik von Sisecam präsentierte Marktdaten zum Produktionsvolumen von Flachglas im Bau- und Automobilsektor. Beschichtetes Glas werde in den nächsten Jahren zunehmen. Wie Oktik im Gespräch mit GFF erläuterte, werden Beschichtungen vermehrt zum Wärmeschutz zum Einsatz kommen, smarte Beschichtungen nehmen dagegen nur einen geringen Stellenwert ein – auch wenn elektrochrome Verglasungen zunehmen. „Relativ gesehen ist das aber nur ein kleines Segment“, sagte Oktik.