Große Bühne für NRW-Meisterfeier in Wuppertal

Da, wo normalerweise 25 Webstühle um die Wette rattern, traf sich heute das Glaserhandwerk Nordrhein-Westfalen zur diesjährigen Meisterfeier. „Mit der Bandweberei Kafka in Wuppertal verbindet uns die Liebe zum Handwerk“, sagte Landesinnungsmeister Hermann Fimpeler zur Begrüßung der mehr als 140 Gäste. „Die geschichtsträchtige Location verleiht der Meisterfeier einen würdevollen Rahmen.“ Bei einer Führung konnten die Teilnehmer die rund 100 Jahre alten Maschinen in Augenschein nehmen. Seit 2018 werden dort wieder Bänder, z.B. für die internationale Trachtenindustrie, hergestellt (s. Foto).

Anschließend erfolgte die Verleihung der Meisterbriefe. 22 frisch gebackene Meister – darunter 17 Glasermeister/-innen, vier Glasmaler/ -innen sowie eine Glasveredlerin – erhielten ihre Urkunden aus den Händen von Meisterkursleiter Manfred Klaes. Die Prüflinge mussten eine Glaskonstruktion, eine Kunstverglasung oder ein Glasobjekt für das im Bauhausstil errichtete Villenensemble in Krefeld am Niederrhein gestalten. „Nutzen Sie Ihre Chancen, um sich als Glasfachleute zu beweisen“, gab er den Absolventen mit auf den Weg. Um in die Gilde des Glaserhandwerks aufgenommen zu werden, tranken sie einen Schluck aus dem Glaspokal und bekamen einen freundschaftlichen Klaps auf den Rücken. Als Jahrgangsbeste wurde Glasmalermeisterin Julia Koch ausgezeichnet. „Bis Ende des Jahres werde ich die Teile 3 und 4 des Meisterkurses absolvieren“, sagte sie im Gespräch mit GFF zu ihren Zukunftsplänen. „Anschließend möchte ich einige Jahre Erfahrung in einem Betrieb, z.B. in Köln, sammeln, bevor ich mich selbstständig mache.“

Den vollständigen Bericht über die Meisterfeier 2019 des Landes NRW lesen Sie in der Septemberausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs