Fenstertage: Mut haben für Neues

Mit Standing Ovations hat das Auditorium zu Beginn der Fenstertage Bernhard Helbing gebührend aus dem Amt des ift-Vorstandsvorsitzenden verabschiedet. Am Vorabend hatte er, wie berichtet, seinen Rückzug angekündigt. Inzwischen steht der Nachfolger fest: Oskar Anders. Ihm zur Seite steht im neu gewählten zwölfköpfigen Gremium Dr. Stefan Lackner von Raico.

Die Fenstertage eröffnete anschließend Prof. Ulrich Sieberath, der in seinem Vortrag auf Grenzen einging: sei es in Bezug auf Handelsbarrieren (Brexit) oder auf die Machbarkeit technischer Konstruktionen. Im Vortragsprogramm erläuterte ift-Fachmann Norbert Sack, dass sich einbruchhemmende Elemente auch in hochwärmedämmendem Mauerwerk normgerecht befestigen lassen. Der Putz sollte allerdings mit einem Armierungsgewebe versehen sein, um Angriffen auf die Befestigungsmittel vorzubeugen. ift-Mann Knut Junge ging auf die neue ift-Richtlinie zur Barrierefreiheit ein. In Bezug auf Schwellen sagte er, dass die Geometrie für die Überrollbarkeit entscheidender sei als deren Höhe. Bei der Planung müssten die konkreten Anforderungen der Bewohner beachtet werden. Nutzer von Rollatoren hätten beispielsweise mehr Schwierigkeiten als Rollstuhlfahrer. Peter Schober von der Holzforschung Austria stellte neuartige Fensterkonstruktionen vor, die sich dank Vakuumglas umsetzen lassen. Zukunftsmusik – noch. „Haben Sie den Mut, solche Konstruktionen umzusetzen“, rief Schober den Fensterbauern entgegen.