Feist: Sanierungsrate nicht entscheidend

Maßgeblich für den Erfolg der Energiewende ist nicht die derzeit signifikant hinter den Erwartungen zurückbleibende Sanierungsrate, sondern im Fall von energetischen Verbesserungen deren Konsequenz, also Qualität – das sagte Prof. Dr. Wolfgang Feist (unser Bild li.; Foto: Kober) zum Auftakt der 19. Internationalen Passivhaustagung in Leipzig; wörtlich: „Es kann nicht sein, dass heute noch vom Bund Geld hinterhergeworfen bekommt, wer keine wirklich guten Fenster einbaut.“ Zwar berichtete Dr. Frank Heidrich (Bildmitte, neben Philippe Moseley von der EU-Agentur EASME) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie von einer um 15 bis 20 Prozent gestiegenen Nachfrage nach KfW-Zuschüssen und Zuwächsen im einstelligen Prozentbereich, was zinslose Darlehen betrifft; allein, die Sanierungsrate dümpelt weiter bei höchstens einem anstelle der erwarteten zwei Prozent. Heidrich meldete auf Nachfrage von GFF-Online Zweifel an der kolportierten Zahl an und ließ durchblicken, dass womöglich empirisch erhobenes Datenmaterial fehlt. Von der Qualität der verfügbaren vom Passivhaus Institut zertifizierten Komponenten jedenfalls überzeugten sich Mitte April in Leipzig mehr als 1.000 Besucher – gut  

 70 waren alleine aus China angereist; 100 Firmen stellten aus.

GFF berichtet noch in seiner aktuellen Maiausgabe auf insgesamt drei Seiten von der Passivhaustagung und der Verleihung des Component Awards für passivhauszertifizierte Fenster.