Die Produktion von Sonderelementen auslagern

Die Firma Hermann-Blösch beliefert ihre Kunden, das sind handwerkliche Fensterbaubetriebe, mit Sonderfenstern und Hebeschiebeelementen. Dass Betriebe die Produktion solcher Elemente auslagern, mache betriebswirtschaftlich Sinn, erläutert Geschäftsführerin Franziska Hermann beim Interview-Termin mit GFF. Vorbild sei die Autoindustrie. „Das Erfolgskonzept liegt in der Auslagerung von Sonderteilen, die die eigene Produktion und den eigenen Workflow stören“, sagt Hermann.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Dem Betrieb aus Weißenhorn geht es mitnichten darum, dass kleine Betriebe solche Elemente nicht selbst fertigen könnten; im Gegenteil: „Unsere Kunden sind tolle Handwerker und wir wollen, dass sie weiterhin kräftig selbst produzieren“, erläutert Hermann. Angesichts der aktuellen Marktsituation mit Preisdruck etc. sollten sich die Betriebe jedoch überlegen, ob es nicht sinnvoll sein könnte, solche Elemente – die schwer zu kalkulieren sind und gewisse Anforderungen an Mensch und Maschine stellen – auszulagern, vor allem wenn man davon nur eine Handvoll im Jahr fertige. „Die Betriebe können sich so auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren.“ Außerdem ließen sich alte, bereits abgeschriebene Anlagen sehr wirtschaftlich einsetzen.

DSC_0001

Das Konzept von Hermann-Blösch sowie die Themen Generationenwechsel und Unternehmensentwicklung präsentieren wir in unserem exklusiven Interview in der Oktoberausgabe der GFF.