Niedersachsen: Glaserinnung wählt neuen Vorstand

Unter strengen Hygienemaßnahmen fand heute die Mitgliederversammlung der Glaserinnung Niedersachsen in Hannover statt. Dazu begrüßte Landungsinnungsmeister Uwe Horn s. Foto) die etwa 30 Mitgliedsbetriebe. Am Vormittag standen die Vorstandswahlen auf dem Programm. Als Landesinnungsmeister wurde Glasermeister Uwe Horn von der Glaserei Horn wiedergewählt. Neuer stellvertretender Landesinnungsmeister ist Glasermeister Christian Förster von Förster Glas, der Glasermeister Heiko Schanze von Sollingglas ablöst. Als Lehrlingswart wurde Glasermeister Tim Veersmann im Amt bestätigt.

Am Nachmittag referierte Lars Hesse von dem Inkassodienstleister First Debit über die Frage, wie man mit säumigen Zahlern umgeht, um Zahlungsausfälle zu vermeiden. „Die Zahl der Insolvenzen nimmt im nächsten Jahr weiter zu“, sagte er. Das Unternehmen unterstützt das Forderungsmanagement von Betrieben und bietet in Kooperation mit dem Glaserverbund vergüngstigte Konditionen an.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Dezemberausgabe von GFF.


Hilzinger: Auftragsbestand sieht gut aus

In Anbetracht der pandemiebedingten Sondersituation ist die Hilzinger Gruppe „nicht schlecht durch dieses Jahr“ gekommen, sagte geschäftsführender Gesellschafter Helmut Hilzinger (68; unser Bild – Foto: Kober) Ende Oktober 2020 im exklusiven GFF-Interview. Ebenfalls gut sehe der Auftragsbestand für das kommende Jahr aus, wenngleich darüber hinaus – wegen in Hinblick auf viele HomeOffice Lösungen weggefallener Büroflächen – mit Rückgängen im Gewerbebau zu rechnen sei. Dazu habe die Branche Nachholbedarf in der energetischen Sanierung, die nun durch die bestehenden steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten und die über Jahre zu geringen Genehmigungen für Neubauprojekte mehr in den Fokus rücke.

GFF veröffentlicht das Highlightinterview, in dem der Unternehmer u.a. darüber sprach, wieso er keine Berufswahl hatte und mit seiner Idee Kunststofffenster bei Vater Hans Hilzinger dennoch auf erbitterten Widerstand stieß, in der kommenden Printausgabe; mehr über die Persönlichkeit Helmut Hilzinger lesen Sie im Dezembernewsletter GFF Report.



Knittel Glas: Roboterlösung für Losgröße 1

Das Spezialgebiet der Abteilung Engineering von Knittel Glas ist die Integration von Robotersystemen zur Verarbeitung von Flachglas. In Kooperation mit dem italienischen Maschinenhersteller Lattuada hat das Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Bielefeld eine innovative Lösung entwickelt, die zwei Kantenschleifmaschinen mit drei Robotersystemen kombiniert. „Das erste Robotersystem haben wir bereits 2002 implementiert“, sagt Dipl.-Ing. Jochen Günther, Leiter Maschinenbau von Knittel, beim Vorort-Besuch von GFF. „Neu ist hier die Integration von drei Robotern – einem Messroboter, einem Zufuhr- und Wenderoboter sowie einem Wenderoboter.“ Dank der Vermessung jedes einzelnen Werkstücks können der Anlage nacheinander unterschiedliche Scheibenformate in verschiedenen Glasdicken zugeführt werden. „Das System ist optimal für die Losgröße 1 geeignet“, erklärt er die Vorteile. Durch die Optimierung der Leistungsdichte sei die Linie in der Lage, mehr als 200 Meter Glas pro Stunde zu schleifen. Rund ein Jahr haben die Entwickler an dem System getüftelt. Nach der erfolgreichen Testphase bei Knittel Glas soll es abgebaut und an einen Kunden in der Schweiz ausgeliefert werden.

Den Bericht über die Neuentwicklung von Knittel Glas und Lattuada lesen Sie in der Dezemberausgabe von GFF.


Roger Möhle denkt nicht ans Aufhören

Roger Möhle, der Geschäftsführer der Glaser-Innung Niedersachsen, war heute zu Besuch am Redaktionssitz in Bad Wörishofen. Themen hatte er ausreichend im Gepäck. Erfreut zeigte er sich zum Beispiel darüber, dass Ende August in Hannover ein Meistervorbereitungskurs mit neun Teilnehmern gestartet ist. Es ist der erste derartige Kurs seit dem Jahr 2013/14. Träger des Kurses ist die GI Niedersachsen, ebenfalls beteiligt ist die Handwerkskammer Hannover. Die Schüler mahnt Möhle, die Meisterausbildung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir geben jedem gern den Meisterbrief, die Schüler müssen es sich aber auch verdienen und erarbeiten.“

Mit seinen 74 Jahren, die man ihm keinesfalls ansieht, denkt Möhle (unser Bild; li. mit GFF-Chefredakteur Reinhold Kober) noch lange nicht ans Aufhören. „Das Glaserhandwerk hat mir so viel gegeben und ist mir so ans Herz gewachsen, das ist mit Geld nicht bezahlbar.“ Auf die Unterstützung seiner Mitglieder kann er sich verlassen. Und die Gesundheit spielt auch mit. Nichtsdestoweniger hat der Geschäftsführer die Corona-Pause genutzt, um einen Leitfaden mit den Aufgaben und Abläufen in der Geschäftsstelle zu erstellen, für den Fall der Fälle. „Im Notfall muss die Innung handlungsfähig bleiben.“

Ein Interview mit Roger Möhle lesen Sie in der GFF-Dezemberausgabe. Ein Videointerview finden Sie hier online.


Drei Tage Full Power auf der glasstec Virtual

Drei Tage Full Power verspricht die glasstec Virtual. Auf der neuen Digital-Plattform kann sich die Community vom 20. bis 22. Oktober 2020 einen Einblick über den Status Quo der Glasbranche verschaffen. Laut Birgit Horn, Projekt Direktor der glasstec, haben sich rund 2.000 Teilnehmer zu dem Onlineformat angemeldet. „Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist in diesen Zeiten wichtig für die Branche“, sagt sie. Die Conference Area bietet 20 Vorträge aus Industrie und Wissenschaft zu Themen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Urbanisierung. Etwa 800 Unternehmen präsentieren sich mit Videos im Exhibition Showroom. Hinzu kommen 65 Websessions mit vertiefenden Informationen über Produkte, neue Verfahren und Lösungen. Zum Auftakt stellte Markus Schoisswohl, CEO von Hegla News Technology, unter dem Titel „Making glass lifting light weight“ die neuen Vakuumhebegeräte des Unternehmens vor, welche erhöhte Anforderungen an die Sicherheit und Produktivität erfüllen (s. Foto). Für den täglichen Einsatz an Schneidanlagen, Öfen oder Laminierlinien ist z.B. der V-H 150 seculift mit Safetycheck-Funktion und IoT-Option konzipiert.

Den vollständigen Bericht über die glasstec virtual lesen Sie in der Novemberausgabe von GFF.


Herbstversammlung des GFF BW

Mit knapp mehr als 30 Teilnehmern hat am Wochenende die Delegiertenversammlung des GFF BW stattgefunden. Nachdem der Austritt aus dem BIV besiegelt ist, standen auf der Herbsttagung vor allem fachliche Themen im Vordergrund. Technischer Berater Jan Eiermann gab einen Überblick über die Arbeit der Arbeitskreise, die sich mit der Gemeinsamen Richtlinie der Verbände (Gemri), der Absturzsicherung, Asbest sowie der Montage mit Blindzargen befassen. Letzteres Thema ist insbesondere ein Anliegen von Glasermeister Norbert Pauleit von Fensterbau-Scheffler in Grossbottwar, der dem entsprechenden Arbeitskreis voransteht. Die Arbeit mit Blindzargen erleichtere den Schutz der Leistung während der Bauphase und ermögliche später auch den einfachen Fenstertausch. Auch wurden auf der Mitgliederversammlung die Landessieger des Praktischen Leistungswetbewerbs (PLW) geehrt (unser Bild). Es war ein Kop an Kopf-Rennen: Sieger mit 258 Punkten ist Felix Finn Brenner von Strobel in Ludwigsburg (2.v.r.), den zweiten Platz erreichte Max Georg Kramer von Stengele Fensterbau in Steißlingen (257 Punkte; li.). Den dritten Platz belegte Max Nill von Etter Fenstertechnik in Rosenfeld (256 Punkte; 2.v.li.).

Die Zusammenfassung der Tagung lesen Sie in der GFF-Dezemberausgabe.


Gelungene Premiere des Rosenheimer Online Dialogs

Am heutigen Donnerstag feiert das ift Rosenheim mit dem Rosenheimer Online Dialog Premiere. „Es ist das erste Mal seit 1973, dass wir die Rosenheimer Fenstertage – coronabedingt – absagen mussten“, bedauert Dr. Jochen Peichl, Geschäftsführer und stellvertretender ift-Institutsleiter. Auch Prof. Jörn Lass hätte sich einen anderen Branchen einstieg in als neuer Institutsleiter des ift gewünscht. „Die Veranstaltung lebt vom Networking“, sagt er. Um in diesen Zeiten dennoch innovative Lösungen anbieten zu können sei das ift mit dem neuen Onlineformat an den Start gegangen. Im Mittelpunkt der fünf Talkrunden stehen die Themen Updates bei der Montage, Planung von multifunktionalen Fassaden, Innovationsführerschaft bei Fenstern und Türen, die Glasdimensionierung sowie die Zukunft virtueller Audits. Auf die Frage, was Deutschland tun kann, um bei Fenstern, Türen und Fassaden der Innovationsführer zu bleiben, sagt Talkgast Frank Lange (s. Foto), Geschäftsführer des Verbands Fenster und Fassade (VFF): „Innovative Produkte müssen marktgerecht sein und dem entsprechen, was die Kunden sich wünschen. Unsere Branche ist gut aufgestellt, die Features wie Nachhaltigkeit, Automatisierung und guter Kundenservice zu erfüllen.“

Den vollständigen Artikel über den Rosenheimer Online Dialog lesen in der Dezemberausgabe von GFF.


ift Rosenheim: von Corona gebeutelt

„Corona ist eine Krise für die Dienstleister.“ Das sagte Jochen Peichl, Geschäftsführer und stellv. Institutsleiter des ift Rosenheim (siehe Foto), auf der virtuellen Pressekonferenz, die gestern am Spätnachmittag stattfand. In der Konsequenz bedeutet das, dass der Umsatz des Instituts in diesem Jahr um zehn Prozent zurückgeht. In der Existenz sei das ift aber keinesfalls bedroht. Dass die Krise nicht noch schlimmere Folgen hatte, sind den getroffenen Gegenmaßnahmen zu verdanken. Insbesondere hat das Institut seine digitalen Services ausgebaut (z.B. mit Remote Audits und Online-Fortbildungsveranstaltungen) und auch aus der Not eine Tugend gemacht: In Rekordzeit entstand ein Prüfbereich für Atemschutzmasken. Dieser wird auch in Zukunft fortgeführt und ausgebaut. Die Prüfung und Zertifizierung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) soll in Zukunft ein zweites Standbein darstellen. Bereits in diesem Jahr lag der Umsatz in diesem bereich bei etwas mehr als einer Million Euro. Für das nächste Jahr geht Peichl von einem wieder steigenden Umsatz aus, der aber noch nicht an die schon erreichten Zahlen in Höhe von 22 Millionen Euro anknüpfen wird.

Am späteren Abend fand dann im Happinger Hof in Rosenheim der traditionelle Vorabendtreff des Netzwerks Frey statt. Am nächsten Tag gehen die Gäste normalerweise zu den Rosenheimer Fenstertagen. Da diese in diesem Jahr ausfallen, hat Netzwerk Gründer Oliver Frey sich eine Alternativveranstaltung überlegt: die Netzwerk Fenstertage. GFF wird auch hiervon online und in seinen Printausgaben berichten. Ein Videointerview mit Oliver Frey finden Sie hier.