Skypen mit dem Fachverband GFF BW

GFF zu Besuch in Karlsruhe: Im Rahmen unseres Skype-Formats sprachen Christian Lunkenheimer und Fiona Kellner heute mit Andreas Richter und Jan Eiermann vom Fachverband GFF BW. Redaktionskollegin Kirsten Friedrichs war via Videokonferenz zugeschaltet. Im Gespräch ging es u.a. um die neuen Updates und Erweiterungen des Fensterbautools, die Auswirkungen der Corona-Pandemie, den Nachwuchs – sowohl in der regulären als auch in der Meister-Ausbildung – die gemeinsame Richtlinie der Verbände (GEMRI), Absturzsicherung an Fenster, Rahmen und Fassade sowie Schallschutz.

Dabei erläuterte Richter die neuesten Erweiterungen beim verbandseigenen Fensterbautool und die Auswirkungen von Corona auf die Nachwuchsgewinnung, während Eiermann die GEMRI mit deren wichtigsten Erneuerungen näher ausführte. Zusätzlich berichtete Eiermann von seinen Erfahrungen als Technischer Berater und vor welchen Herausforderungen die Branche momentan steht.

In den kommenden Ausgaben der GFF lesen Sie alles Wissenswerte zu den oben genannten Themen.


Seminar zum Montage-Leitfaden in Ulm

Die Gütegemeinschaft Fenster, Fassaden und Haustüren hat am 24. September 2020 zum Seminar zum überarbeiteten Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren für Neubau und Renovierung eingeladen. Die Veranstaltung fand als Nachholtermin unter strengen Hygienemaßnahmen mit 36 Teilnehmern – statt der üblichen 70 – in Ulm statt. GFF war live vor Ort.

Wolfgang Jehl vom Institut für Fenstertechnik Rosenheim (ift) referierte über die Neuerungen und Änderungen im Vergleich zum Leitfaden aus dem Jahr 2014. „Im Bereich des Fensterbaus hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert. Der U-Wert beispielsweise hat sich – u.a. aufgrund der Wärmeschutzverordnung (WVO) im Jahr 1995 und der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahr 2002 – um den Faktor Zehn verbessert“, sagt Jehl. Einige wesentliche Neuerungen sind im Regelbuch in folgenden Abschnitten zu finden:

  • Schnittstelle Baukörperanschluss – Bauwerksabdichtung bei bodentiefen Elementen
  • Fenstereinbau mit Zargen – Optimierung des Bauablaufs und Vermeidung von Schäden während der Bauphase
  • Das neue Beiblatt 2 der DIN 4108 – Beurteilung von Wärmebrücken
  • Die neue DIN 4109 – Auswirkungen auf den Baukörperanschluss
  • Fensterbefestigung – Neustrukturierung der Fallunterscheidung und Optimierung der Fallabgrenzungen
  • Fensterbefestigung in hochwärmedämmendem Mauerwerk
  • Abdichtung – Die neue DIN 18542 für Fugendichtungs- und Multifunktionsdichtungsbänder

Im Plenum standen die Themen Allgemeine Anforderungen, Aufgaben der Planung, Bauphysikalische Grundlagen sowie Befestigung und Lastabtragung zur Debatte. „Wir wollen zukünftig das Thema Zargen wieder pushen, da es sich dabei um eine vernünftige Baufolge handelt. Die Arbeit mit Zargen ist nicht das Allheilmittel, bietet allerdings für das ein oder andere Bauvorhaben einen sinnvollen Ansatz“, sagt Jehl. Praktische Ausführungen- und Ausführungsbeispiele kamen zuletzt ins Gespräch. Eine gemeinsame Diskussion schloss den Tag erfolgreich ab.

Der Montage-Leitfaden ist neuerdings auch als App für Endgeräte verfügbar – die Suchfunktion und der Offlinemodus sollen den Anwendern das Leben auf der Baustelle erleichtern.

Ein ausführlicher Bericht folgt in der GFF-Novemberausgabe.

Der Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren für Neubau und Renovierung ist nun aktualisiert. (Foto: Holzmann Medien)



Wicona: 2020 best year ever

Mit einem zeitweiligen Plus von 18 Prozent im Vergleich zu 2019, dem bis dahin besten Jahr der Unternehmensgeschichte, schreibt das Ulmer Systemhaus ausgerechnet in der Coronakrise neue Rekorde. Wie Ralf Seufert als Vorsitzender der Geschäftsführung (v.li.n.re. mit GFF-Mann Matthias Metzger, Finanzer Geno Shulew und Next-Studiomanager Christian Mettlach; unser Bild – Foto: Kober) im Exklusivinterview der Unternehmensspitze mit diesem Medium ausführte, sei die Begegnung mit den Partnern auf Augenhöhe „wichtige Grundlage unserer Philosophie“. Dazu zählten Support Tools wie Erklärsequenzen („Do It Like Wicona“), die bspw. direkt auf das Tablett des Betriebsleiters geschickt werden könnten: „Nicht immer“, findet Seufert, „müssen die Highend Lösungen, dass jetzt jede Maschine einen Bildschirm bräuchte, die richtigen sein.“ Vertrauensbildend seien zudem Entscheidungen wie der 9,8 Millionen Euro-Invest in die State of the art-Beschichtungstechnologie am früheren MBG (dem heutigen Hydro Building Systems Coating)-Standort Gerstungen: „Wir geben der Branche das Signal, dass wir auch in fordernden Zeiten in unsere Leistungsfähigkeit investieren.“

GFF veröffentlicht Meldungen zum Exklusivinterview mit Ralf Seufert, Dr. Werner Jager und Geno Shulew sowie zum jüngsten Studio Next-Event in einer Oktoberausgabe des Emailnewsletters GFF Report und den Interviewtext sowie Eindrücke vom und Stimmen zum großen Next-Sommerfest im Novemberheft.


Sommerfest: Next Studio hat sich bewährt

Das Next Studio by Wicona in Frankfurt am Main feiert seinen dritten Geburtstag. Zu diesem Anlass hat das Aluminiumsystemhaus heute zum schon traditionellen Sommerfest der Partner geladen. Ralf Seufert, der Vorsitzende der Geschäftsführung, und sein Team begrüßten zirka 90 Gäste. Mit der Entwicklung des gemeinsamen Showrooms ist Seufert mehr als zufrieden. Ein „Versuch“ sei es zu Beginn gewesen. Heute sei das Studio ein etablierter Treffpunkt für Architekten, Planer und Verarbeiter. „Wir haben hier Unternehmen versammelt, deren Gemeinsamkeit das Gewerk Fassade ist“, sagte Seufert. Auch in Zukunft soll eine dynamische Belegung der Studioflächen für die nötige Anziehungskraft sorgen. Zu den Partnern gehören z.B. Warema, esco, glassline, HD Wahl, Pohl und der Flachglas MarkenKreis.


GFF BW: Mitgliederzahl wächst weiter

Auch wenn die 14 Betriebe, die 2019 den Antrag auf Aufnahme in den Fachverband Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg (GFF BW) unterschrieben haben, weit mehrheitlich nicht an die Unternehmensgröße von Gugelfuss (v.re. Anton und Martin Gugelfuß, Susanne Gugelfuß-Dannerbauer mit Landesinnungsmeister Jürgen Sieber, Hauptgeschäftsführer Waldemar Dörr; unser Bild – Foto: Kober) heranreichen dürften, so ist die Tendenz in Karlsruhe, auch und gerade nach dem einstimmig beschlossenen Austritt aus dem BIV, eindeutig. Abgesehen von strukturell bedingten Hemmnissen wie ohne Nachfolger bzw. altersbedingt geschlossenen Mitgliedsbetrieben steht die Interessenvertretung in der Fensterbauer-Hauptstadt vor einer gesicherten Zukunft; wie Dörr durchblicken lässt, sei es gelungen – anders als andernorts – die infolge der Absage der FENSTERBAU FRONTALE entgangenen Messeeinnahmen zu kompensieren, ohne sich an den Rücklagen zu bedienen. Zusätzlich bleibe dem GFF BW künftig die in den Untiefen des BIV Haushalts verschwundene Beitragssumme von 42.000 Euro: „Das Geld“, sagt der LIM, „investieren wir, um den Verband der nächsten Generation einmal geordnet übergeben zu können.“

GFF bedankt sich für die diesjährige Motorradtour von GFF BW und GFF, die Berichterstattung erfolgt im Emailnewsletter GFF Report (14.10.20) und im Printmagazin (06.11.20).


Gartner: The Circle welcomes You

GFF-Online ist heute am Flughafen Zürich unterwegs, wo die Gartner-Verantwortlichen, Geschäftsführer Jürgen Wax, Project Manager Joachim Freitag und Senior Site Manager Carsten Arnold, einige europäische Pressevertreter durch das ikonische, vom Fassadenbauer im bayerischen Gundelfingen zuvorderst ermöglichte, Bauwerk The Circle (unser Bild; Foto: Kober) führen. Die um bis zu 15 Meter die Straße überragende, gebogene Gebäudefront mit einer Fläche von insgesamt 83.000 Quadratmeter und mehr als 1.600 unterschiedlichen, bis 2,70 mal 5,60 Meter großen Elementen ist im Kern eine Closed Cavity Façade. Die Sonnenschutzlamellen in den Elementen treibt eine laut Gartner „weltweit einzigartige“ Antriebslösung an. The Circle ist ein gewaltiger Dienstleistungskomplex mit einer Nutzfläche von 180.000 Quadratmeter, der Reisende am internationalen Verkehrsknotenpunkt willkommen heißt.

GFF berichtet schon morgen weitere Details im Emailnewsletter GFF Report, eine ausführliche Berichterstattung mit exklusiven Einblicken folgt in unserer Oktoberausgabe (Print).


Arnold: Wollen weiter Dinge anders tun

Der Termin an der Alfred-Klingele-Straße in Remshalden (unser Bild; Foto: Kober), die nach dem Erfinder des Isolierglases eigentlich Alfred-Arnold-Straße heißen müsste, beginnt mit einer verschlossenen Türe: „Aktuell stehen wir nur nach Terminvereinbarung zur Verfügung“, heißt es kurz und bündig. „Habe ich doch gemacht“, denkt sich der vorschriftsmäßig maskierte GFF-Reporter – und erblickt auch schon Ute Miedl, die ihn mitnimmt zu Hans-Joachim Arnold (57), dem Aufsichtsratsvorsitzenden der gleichnamigen Glaswerke. Der sagt, in Anlehnung an den Claim der Gruppe: „Wir wollen auch weiterhin Dinge anders tun“ – und meint damit nicht den Umgang mit den Coronaregeln, sondern die Art und Weise, wie das Unternehmen mit dem Geburtstag seines Gründers Alfred Arnold umgeht, der im November 100 Jahre alt geworden wäre. Statt der, nicht mehr als zeitgemäß erachteten, „dicken, fetten Party“ wird der Ort seiner Erfindung – die alte Kelter in Schorndorf-Miedelsbach – mit erheblichem Aufwand zur Arnold Akademie umgebaut, die Mitarbeitern, Kunden und der einheimischen Bevölkerung als Schulungs- und Veranstaltungsort dienen soll.

GFF druckt in seiner am 9. Oktober erscheinenden Ausgabe 10/20 das komplette doppelseitige Interview mit Hans-Joachim Arnold ab und berichtet bereits im September in Auszügen im Emailnewsletter GFF Report.


Glaserei Dörfert: Mit Frauenpower auf Erfolgskurs

Bei der Glaserei Dörfert im niedersächsischen Salzgitter stand Ende 2019 ein außergewöhnlicher Geburtstag an: Der Meisterfachbetrieb hat sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Eine weitere Besonderheit ist die geballte Frauenpower. Seit 2014 leitet Glasermeisterin Andrea Thomann das Unternehmen in dritter Familiengeneration. Vor ihr führte ihre Mutter, Glasermeisterin Ute Dolberg, 47 Jahre lang die Geschicke. Und mit Lina Thomann steht bereits die vierte Generation in den Startlöchern: Die 25-Jährige hat gerade die Meisterausbildung in Hadamar erfolgreich absolviert. Nach der Schule wollte sie eigentlich studieren, ist dann aber doch im familiären Handwerksbetrieb gelandet. „Der Glaserberuf macht mir Spaß, er ist sehr vielseitig“, sagt sie. Und mit welchem Rezept konnte sich der Betrieb über all die Jahre so erfolgreich am Markt behaupten? „Wichtig sind Willensstärke und der Zusammenhalt im Team“, fasst Andrea Thomann die Skills bei unserem Werkstattbesuch zusammen.

Mehr über die Glaserei Dörfert lesen Sie in der Novemberausgabe von GFF.


Die beiden Glasermeisterinnen Andrea (re.) und Lina Thomann mit Werkstatthund Barney (Foto: Friedrichs)