Doppelinterview mit Thomas Strobl und Jürgen Sieber

Die Landesinnungsmeister von Baden-Württemberg und Bayern, Jürgen Sieber und Thomas Strobl, waren heute für ein Doppelinterview zu Gast an unserem Redaktionssitz in Bad Wörishofen. Ein Thema war natürlich die Situation im BIV-Präsidium, nachdem am vergangenen Freitag in Frankfurt am Main der Vorstand neu gewählt worden war. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen“, begründete Thomas Strobl die Tatsache, dass Bayern sich nun wieder im Vorstand engagiert und mit Guido Carniato einen der stellvertretenden Bundesinnungsmeister stellt. Zuletzt hatte der bayerische Landesverband die Mitarbeit im Vorstand abgelehnt. Nun also die Kehrtwende: „Nach der Sitzung in Hamburg war klar: Es muss einen Neuanfang geben“, sagte Strobl. In der Hansestadt war der alte Vorstand Ende des vergangenen Jahres nach internen Querelen geschlossen zurückgetreten.

Baden-Württemberg hatte eine Kandidatur für den Vorstand zunächst in Erwägung gezogen, nach einem Streit mit BIV-Geschäftsführer Stefan Kieckhöfel am Anfang der Sitzung aber davon Abstand genommen. „Unsere Kritik gilt weiterhin dem Hauptamt“, sagte Sieber, dessen Verband im April über den Verbleib im BIV abstimmt. In Frankfurt hatte Kieckhöfel dem GFF BW, insbesondere dem Geschäftsführer Waldemar Dörr, gewissermaßen unterstellt, einen Brief an den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) verfasst zu haben, in dem es im Groben um einen alternativen Verband gegangen sein soll. Sieber und Dörr wiesen das zurück – und können das jetzt untermauern. „Der ZDH hat uns schriftlich bestätigt, dass kein irgendwie geartetes Schreiben von uns eingegangen ist“, sagte Sieber.

Weitere Themen im Gespräch waren die Aktivitäten der Landesverbände auf der FENSTERBAU FRONTALE, die länderübergreifende Zusammenarbeit beim Thema Asbest oder das Ausbildungsmodell Abitur+Glaser.Das Interview lesen Sie in der großen GFF-Märzausgabe. Ein Video-Interview finden Sie ab Montag online.


FENSTERBAU FRONTALE 2020: Erste Einblicke

An der Messe Nürnberg hat heute eine Preview zur FENSTERBAU FRONTALE stattgefunden. Diverse Aussteller zeigten den anwesenden Fachjounalisten, welche Produkte und Neuheiten sie auf der Weltleitmesse im März vorstellen werden. Als ein Schwerpunkt waren die Themen Digitalisierung und SmartHome auszumachen. Das zeigten unter anderem die Besuche an den Plätzen von Gealan, Schüt-Duis oder Siegenia. Was gab es noch zu sehen? Eine selbstklebende Bauanschlussfolie, die sich dank variablem sd-Wert sowohl innen als auch außen zur Abdichtung anbringen lässt, gehört zu den Messehighlights von Sika. Swisspacer stellt auf der Messe verschiedene Vorteile vor, die Swisspacer Air mit sich bringt. Das Bauteil bewirkt in Isoliergläsern einen Druckausgleich zwischen Umgebung und Scheibenzwischenraum und wirkt so Klimalasten entgegen. Dank des dadurch größer ausführbaren Scheibenzwischenraum lassen sich u.a. Jalousien einfacher im SZR integrieren. Auch der Schallschutz nimmt zu. Deceuninck stellt mit ICOR das erste universell einsetzbare Baukastensystem in den Mittelpunkt des Messeauftritts. Damit lassen sich Fensterprofile für Flügel und Rahmen unterschiedlicher Stile und Technologien miteinander kombinieren.

In der großen GFF-Märzausgabe finden Sie die Messevorschauen der wichtigsten Hersteller.



Im Skypegespräch mit GFF BW

Die Technische Beratung bildete den Schwerpunkt beim Termin mit Jan Eiermann, Technischer Berater beim GFF BW (li.), und GFF-Redakteurin Andrea Mateja am Sitz des Fachverbands in Karlsruhe. Per Skype zugeschaltet war GFF-Redakteur Matthias Metzger (re.). Eiermann berichtet im Gespräch u.a. von einem aktuellen Projekt. „Vorbaurollläden werden in der Regel auf eine Aufdopplung des Fensterrahmens angebracht und dort nicht abgedichtet. Es stellte sich die Frage, ob da Wasser hoch treiben kann“, erklärt der Technische Berater. „Das haben wir jetzt an unserem eigenen Fensterprüfstand von Veka geprüft.“ In der Märzausgabe von GFF fassen wir das Gespräch mit Eiermann in einem ausführlichen Bericht zusammen. Neben einem ersten Zwischenergebnis zum aktuellen Projekt gab der Technische Berater Einblicke in Themen wie Asbest und die Innungsarbeit des Fachverbands.

Den Umweltgedanken im Hinterkopf, nutzten die GFF-Redakteure die Gelegenheit, um in Karlsruhe auch mit Andreas Richter, Dozent an der GFF Akademie, zu sprechen. Thema war u.a. sein Tätigkeitsbereicht als Dozent. „Digitalisierung ist auch im Meisterkurs ein immer wichtigeres Thema, so bieten wir u.a. digitalisierte Skripts für Schüler an“, sagt Richter. Das Interesse an digitalen Formaten wachse in den jungen Glasergenerationen – auch deren Erfahrungen mit Software zur Planung. Daran passe sich die Schule an. Insgesamt stelle sich der Fachverband selbst auch immer digitaler auf. Der ausführliche Bericht zum Gespräch mit Andreas Richter folgt im Sommer.

Jan Eiermann (li.) im Gespräch mit den GFF-Redakteuren Andrea Mateja (mitte) und Matthias Metzger (re.). (Foto: Richter)

Aluplast: Entwicklung beim Kleben geht weiter

Aus Anlass des GFF-Titelthemas Klebetechnik informierten heute Michael Dietz (Systemtechnik), Joachim Hauns (Engineering) und Christin Benz (Marketing) exklusiv über aktuelle Entwicklungsschwerpunkte bei Systemgeber Aluplast (unser Bild; Foto: Kober). Neben zahlreichen, aber eben auch bekannten Produktvorteilen helfe die Anpassung sämtlicher Flügelprofile an das Multifalzsystem Fensterverarbeitern, quer über alle Systeme an den erzielten Prozessoptimierungen zu partizipieren; darüber hinaus stellt das Karlsruher Unternehmen den Auftritt auf der FENSTERBAU FRONTALE einmal mehr unter das Megamotto Ökologie und Ressourceneffizienz.

In GFF 2 und einer der nächsten Ausgaben des Emailnewsletters GFF Report lesen Sie dabei schon heute, wo in der Anwendung die Reise hingeht und mit welchen Überlegungen Aluplast Produktivitätsvorteile und gesunde Arbeitsbedingungen sichert.