Soudal: Effizienz in der Verarbeitung

Soudal Deutschland wächst zweistellig. Das teilte das Unternehmen im Rahmen einer Pressereise an den Hauptsitz im belgischen Turnhout mit. Demnach ist der Umsatz von 65 Millionen Euro (2017) um 15 Prozent auf 75 Millionen Euro in 2018 gestiegen. Weiteres Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen insbesondere im Profi-Segment. Dort habe man zuletzt die sog. Fenster-Sparte intensiv vorangetrieben, sagte Geschäftsführer Harald Lüdtke. Fokus legt das Unternehmen auf Produkte, die einfach und sicher zu verarbeiten sind. „In Zeiten von Fachkräftemangel geht es dem Verarbeiter um Effizienz auf der Baustelle“, sagte Lütdke. Auch die Vorfertigung nehme einen immer größeren Raum ein. Hier stellt Soudal u.a. sein neues Vorwandmontagesystem in den Mittelpunkt.

Wie einfach sich die Profi-PU-Schäume des Unternehmens im Vergleich zu den Do it yourself-Schäumen verarbeiten lassen, davon konnten sich die Pressevertreter mit eigenen Augen – oder besser: Händen – überzeugen. Sie erhielten ausgiebig die Gelegenheit, die Produkt-Range auszuprobieren (siehe Foto). „Während es dem DIY-Kunden um weiche Faktoren wie z.B. Umweltfreundlichkeit geht, ist für den Profi die Verarbeitung wichtig“, sagte Lüdtke. Die Rezepturen seien dementsprechend unterschiedlich.

Über die Pressereise nach Turnhout berichtet GFF ausführlich in der Oktoberausgabe.


Freisprechungsfeier in Hadamar

Heute hat die Freisprechungsfeier von 14 Gesellen, davon elf Glaser und drei Glasveredler, an der Staatlichen Glasfachschule Hadamar stattgefunden. Es war eine kleine, gemütliche Runde, in der sich alle Anwensenden – vom ehemaligen Schüler, den Lehrern bis zu den Ehrengästen wie z.B. Hadamar-Bürgermeister Michael Ruoff – auf Augenhöhe begegneten. Für die Gesellen hagelte es Komplimente und Tipps für die Zukunft. „Sie können stolz auf sich sein. Jetzt geht es aber erst richtig los“, sagte BIM Martin Gutmann. „Ruhen Sie sich nicht auf dem Erreichten aus. Sie haben noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, bilden Sie sich weiter und denken Sie vielleicht sogar über einen Meistertitel nach.“

Ein weiteres emotionales Highlight war die Verabschiedung von Theo Schmitt-Steitz, der seinen Posten als stellvertretender Schulleiter abgegeben hat, um in den Ruhestand einzutreten.

Mehr zur Freisprechungsfeier, den Absolventen und ihren Plänen für die Zukunft lesen Sie in der Oktoberausgabe von GFF.



Große Bühne für NRW-Meisterfeier in Wuppertal

Da, wo normalerweise 25 Webstühle um die Wette rattern, traf sich heute das Glaserhandwerk Nordrhein-Westfalen zur diesjährigen Meisterfeier. „Mit der Bandweberei Kafka in Wuppertal verbindet uns die Liebe zum Handwerk“, sagte Landesinnungsmeister Hermann Fimpeler zur Begrüßung der mehr als 140 Gäste. „Die geschichtsträchtige Location verleiht der Meisterfeier einen würdevollen Rahmen.“ Bei einer Führung konnten die Teilnehmer die rund 100 Jahre alten Maschinen in Augenschein nehmen. Seit 2018 werden dort wieder Bänder, z.B. für die internationale Trachtenindustrie, hergestellt (s. Foto).

Anschließend erfolgte die Verleihung der Meisterbriefe. 22 frisch gebackene Meister – darunter 17 Glasermeister/-innen, vier Glasmaler/ -innen sowie eine Glasveredlerin – erhielten ihre Urkunden aus den Händen von Meisterkursleiter Manfred Klaes. Die Prüflinge mussten eine Glaskonstruktion, eine Kunstverglasung oder ein Glasobjekt für das im Bauhausstil errichtete Villenensemble in Krefeld am Niederrhein gestalten. „Nutzen Sie Ihre Chancen, um sich als Glasfachleute zu beweisen“, gab er den Absolventen mit auf den Weg. Um in die Gilde des Glaserhandwerks aufgenommen zu werden, tranken sie einen Schluck aus dem Glaspokal und bekamen einen freundschaftlichen Klaps auf den Rücken. Als Jahrgangsbeste wurde Glasmalermeisterin Julia Koch ausgezeichnet. „Bis Ende des Jahres werde ich die Teile 3 und 4 des Meisterkurses absolvieren“, sagte sie im Gespräch mit GFF zu ihren Zukunftsplänen. „Anschließend möchte ich einige Jahre Erfahrung in einem Betrieb, z.B. in Köln, sammeln, bevor ich mich selbstständig mache.“

Den vollständigen Bericht über die Meisterfeier 2019 des Landes NRW lesen Sie in der Septemberausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs