Alumat: Vorbereitungen für Diskussionsrunde laufen

Knapp zwei Wochen sind es noch bis zur von Fachkreisen mit Spannung erwarteten Diskussionsrunde „Nullschwelle vs. Überrollbarkeit – ein Paradigmenwechsel und seine Hintergründe“, die GFF in Zusammenarbeit mit dem ift am 23. Juli ab 9 Uhr in Rosenheim organisiert. Heute fand eine kurze Vorbesprechung bei Alumat in Kaufbeuren statt, wo sich Geschäftsführerin Claudia Rager-Frey und Christian Rager (unser Bild; Foto: Kober) auf den Termin vorbereiten. Den Stein ins Rollen brachte das ift Ende 2018 mit einem von elf Firmen unterstützten Forschungsvorhaben, an dessen Ende das Resultat steht, das Kriterium für den Nutzerkomfort sei besonders die Überrollbarkeit von Schwellen. Bleibt die Frage, warum überhaupt eine Schwelle eingebaut werden soll, wenn es auch ohne geht – alle elf Financiers konkurrieren mit Alumat im Markt des barrierefreien Bauens.

Außer den GFF-Redakteuren Reinhold Kober und Matthias Metzger und einer Abordnung von Alumat nehmen Prof. Ulrich Sieberath, Knut Junge, Sandra Haut (alle ift), die Architektin Kornelia Grundmann von der Agentur für Barrierefreiheit und Martin Werner vom Fensterbauer Huber&Sohn an der Diskussionsrunde teil, wir werden online, via Bewegtbild und in Print berichten.


Glasverbände in Venedig unter dem Brennglas

Zum mittlerweile dritten Mal findet heute und morgen in Venedig das Treffen internationaler Glasverbände statt. Und wie sich schnell feststellen lässt: Die Gruppe wächst. In diesem Jahr begrüßten Vitrum-Präsident Dino Zandonella-Necca und Gimav-Geschäftsführerin Laura Biason als Gastgeber vier neue Verbände, aus Chile, China, England und den Niederlanden. Auffallend ist grenzübergreifend, dass immer wieder ähnliche Themen die Verbandsarbeit prägen. Das fängt bei der Normung an und hört bei der Aus- und Weiterbildung bzw. dem Fachkräftemangel auf.

Auch interessant: In Chile arbeitet der Verband daran, die Sicherheit von Glas als Bauprodukt zu erhöhen. Erwachsene und Kinder würden demnach immer wieder durch Glasscheiben fallen. Mit seinem Vorstoß sei der Verband allerdings noch nicht erfolgreich gewesen. Immerhin sei Sicherheitsglas mittlerweile bei der Ausführung von Glasgeländern verpflichtend. Einen Schritt weiter ist man in Finnland, dort gibt es mittlerweile eine Richtlinie für den Einsatz von Sicherheitsglas. Im Wohnbau sind Ausnahmen möglich, z.B. bei kleinen Elementen.



TMP: GFF im Gespräch mit Bernhard Helbing

Exklusiv trifft GFF heute im thüringischen Bad Langensalza Fensterunternehmer und Ex-VFF-Chef Bernhard Helbing, der anlässlich des Abschieds seines langjährigen Weggefährten Ulrich Tschorn kürzlich auf der Verbandsbühne in Bad Homburg ein kurzes, so überraschendes wie rhetorisch brillantes Comeback feierte und – wie unser Bild (Foto: Kober) zeigt – in Sachen Elektromobilität vorangeht. Den Termin wollen wir nutzen, um mit dem vielfach in Ehrenämtern engagierten Unternehmer eine Bestandsaufnahme zu wagen, was aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Elementebranche betrifft, und eine Bilanz seines bisherigen Wirkens zu ziehen.

Lesen Sie dazu das ausführliche Interview in der GFF-Septemberausgabe und freuen Sie sich auf den Videotalk vor unserer Kamera, der in Kürze auf www.gff-magazin.de erscheint.


Sollingglas: Dank Spezialisierung in Nischenmärkten erfolgreich

Die Sollingglas Bau und Veredelungs GmbH &Co. KG aus dem niedersächsischen Derental hat sih dank der Spezialisierung eine starke Marktposition in Nischenmärkten aufgebaut. Das Unternehmen vereint traditionelle Handwerkskunst mit modernen Fertigungstechniken. Kerngeschäft sind exklusive Türfüllungen in kreativem Design, z.B. sandgestrahlt oder in Kombination mit Bleiverglasungen, die an Haustürhersteller geliefert werden (s. Foto). „Die Produktion erfolgt ausschließlich endkundenbezogen“, sagt Geschäftsführer Heiko Schanze bei unserem Besuch in Derental. „Wir sprechen hier von Losgröße eins oder zwei.“

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sind Restaurationsgläser für Kirchen und historische Bauwerke. Speziell für diese Anwendungen hat Sollingglas ein Verfahren zur thermischen Vorspannung von mundgeblasenen Antikgläsern entwickelt. „Durch die Veredelung erfüllt das Glas höchste Sicherheitsanforderungen“, ergänzt Schanze. Im Rahmen einer Teilsanierung hat das Unternehmen u.a. 950 dreiteilige VSG-Gläser für die Sempergalerie im Dresdner Zwinger gefertigt. „Die Herausforderung bestand darin, die exakten Vorgaben in Bezug auf die Licht- und UV-durchlässigkeit zu erfüllen“, erinnert sich der Firmenchef.

Ein drittes Standbein von Sollingglas sind technische Displaygläser für Monitore in den Bereichen Industrieautomation oder Medizintechnik. „Derzeit arbeiten wir daran, die Gläser als schaltbares Komplettbauteil inklusive Touch-Funktionen anbieten zu können“, verrät Stanze. Eine neue Dimension der Glasgestaltung im Interieur-Segment, z.B für Küchenrückwände, ermöglicht das 3D-LED-Glas Vetroloom. Duch die Einlaminierung eines speziellen Gewebes lässt sich eine verblüffende Tiefenwirkung erzeugen.

Mehr über das Vetroloom Verbundglas lesen Sie im Titelthema „Smart Glazing“ in der Septemberausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs