GPD: Digitalisierung in der Fabrik geht weiter

Glaston, Gastgeber der heute Abend mit dem großen Abschiedsfest für Jorma Vitkala unter dem Motto „Western“ zu Ende gehenden GPD 2019 in einem endlich sonnigen Tampere, hat sich schon vor Jahren mit digitalen, dann auch mobilen Prozessüberwachungstools auf der Grundlage des Datenflows in der Fertigung beschäftigt und Verarbeitungsbetriebe damit in die Lage versetzt, jederzeit über Auslastung, Energieverbrauch und sonstige Performance- und Qualitätskennzahlen an den einzelnen Stationen informiert zu sein bzw. bei Bedarf gegenzusteuern. Mit Glaston Siru erledigt der Anwender nun die Kontrolle des Bruchbilds nach dem Tempern, für die bisher das manuelle Zählen der Fragmente – mehr als 40 sollten es sein, um im Versagensfall sicherzustellen, dass keine zu großen Bestandteile der Scheibe zu Verletzungen führen – erforderlich war. Stattdessen öffnet er das Programm am Mobile, fotografiert einen Ausschnitt der zuvor zerstörten Scheibe von fünf mal fünf Zentimeter und lässt sich ganz entspannt das Ergebnis anzeigen, so wie das beim GFF-Besuch Produktmanager Riku Färm (unser Bild; Foto: Kober) vorexerziert.

GFF erhielt im Anschluss an den Termin mit den Glaston Vorständen eine exklusive Neuheitenpräsentation am Unternehmenssitz und berichtet wie über alle anderen Aspekte der GPD-Woche ausführlich in seiner Septemberausgabe.


GPD: Jorma Vitkala Award of Merit für James O’Callaghan

James O’Callaghan (unser Bild, 2. v.li., mit Jean-Paul Hautekeer, Jorma Vitkala und Arto Metsänen, v.li.n.re. – Foto: Kober) ist der zweite Träger des Jorma Vitkala Awards of Merit (JVAM), nach dem Namensgeber. Zu diesem Ergebnis kam eine internationale Jury unter Vorsitz des Global Marketing Directors High Performance Buildings von Dow, in der Deutschland neben Branchengrößen wie Dr. Werner Wagner von Sika u.a. durch GFF-Chefredakteur Reinhold Kober vertreten war. Zur Begründung des Entscheids hieß es, der Professor der TU Delft habe sich nachhaltig Verdienste um den Werkstoff Glas erworben, indem er immer wieder die Grenzen des technisch Machbaren in seiner ingenieurmäßigen Forschungsarbeit ausgelotet und verschoben habe. Neben der Materialkenntnis, sagt O’Callaghan selbst, geht es um die Aufgabe, „smartere Gebäudehüllen zu schaffen“ – und darum, welchen Beitrag der Werkstoff dazu leistet. Die JVAM-Vergabe war eines der vielen Highlights der gestrigen GPD-Eröffnungsfeier, zu der die Keynote Speakers Stefan Blach (Studio Libeskind N.Y.), Mike Pilliod (Tesla) und Prof. Dr. Sener Oktik (Sisecam) beitrugen.

GFF berichtet in seiner Septemberausgabe auf vielen Seiten über den Top Event und trifft nun Glaston CEO Arto Metsänen zum Exklusivinterview.



GPD: Der Countdown läuft

In gut sechs Stunden eröffnet letztmalig Jorma Vitkala, als Chairman des Organisationskomitees über Jahrzehnte Ideengeber, prägende Figur und Aushängeschild der Veranstaltung, die diesjährige Ausgabe der Glass Performance Days (GPD) in Tampere Exhibition and Sports Centre, unweit des Flughafens in Pirkkahalli (unser Bild zeigt Tampere-Talo im Herzen Tamperes, wo lange Jahre die GPD beheimatet waren – Foto: Kober). 750 Kongressteilnehmer sind gemeldet, weitere 250 Personen verfolgten an den ersten Tagen der Kongresswoche Workshops zu getempertem Glas (Glaston) und Waschen sowie Antikorrosionsbehandlung im Flachglas Processing (BASF, Grafotec) in Tampere und Helsinki; neben Jorma freuen sich die Besucher der Eröffnungsveranstaltung auf Stefan Blach (Partner, Studio Libeskind), Mike Pilliod (Direktor für Innovationen in der Produktion, Tesla), Prof. Sener Oktik (CTO Sisecam) und Glaston CEO Arto Metsänen.

Übrigens: Letzteren besucht GFF am Morgen darauf exklusiv in seinem Büro, um mit ihm über die Zukunft der GPD und die Hintergründe des Bystronic-Deals zu sprechen.


VFF: Von Werkstattplanung bis Lüftungsnorm

Der Verband Fenster + Fassade (VFF) hat heute nach Frankfurt a.M. geladen, um zum Thema Normung und Technik zu informieren. „Ich freue mich, dass hier heute 80 Personen angereist sind“, sagte Christian Anders, Obmann des Technischen Ausschusses VFF, zur Begrüßung. „Das zeigt, dass wir es geschafft haben, relevante Themen und interessante Referenten auf den Plan zu rufen.“ Auf der Tagesordnung stand die Ausführung, Werkplanung und Dokumentation. Die Tagungsteilnehmer erhielten Einblicke, wie Metall-, Holz- und Kunststofffensterhersteller mit dem Thema umgehen – und Baujurist Prof. Christian Niemöller hielt einen Vortrag über rechtliche Rahmenbedingungen.

Im Anschluss präsentierte Knut Junge vom ift Rosenheim Sachverständigenzentrum Empfehlungen zur Umsetzung der Barrierefreiheit im Wohnungsbau bei Fenstern und Türen. Vorträge über die freie Lüftung nach neuer Lüftungsnorm DIN 1946-6 sowie über den Gleichwertigkeitsnachweis bei Wärmebrücken anhand Ausführungsbeispielen oder Berechnungen mit Referenzbauteilen für Fensteranschlüsse schlossen die Veranstaltung ab.

In unserer Septemberausgabe von GFF berichten wir noch einmal ausführlich über die Highlights der Veranstaltung.


GPD: 1.000 Teilnehmer in Tampere

Die Glass Performance Days (GPD) im südfinnischen Tampere stehen vor der teilnehmerstärksten Ausgabe seit mehr als zehn Jahren. Die inklusive Workshops mehr als 1.000 angekündigten Gäste aus aller Welt sind eine Bestmarke, welche die Organisatoren zuletzt 2007 toppen konnten – „aber damals funktionierte die Solarbranche noch“, wie Jorma Vitkala, Vorsitzender des Organisationskomitees (OK) in einer ersten, von GFF angefragten Einschätzung einordnete. Übrigens: Unser Fotomotiv (Bild: Kober) für den Startpost des diesjährigen Finnentickers stammt original aus Tampere.

GFF berichtet von der mit Studio Daniel Libeskind, Tesla und Sisecam gewohnt hochkarätig besetzten Kongresseröffnung, trifft Glaston CEO Arto Metsänen am Unternehmenssitz des zuletzt als Bystronic glass-Übernehmers in Erscheinung getretenen Globals und stellt ausgewählte Vortragsinhalte vor.


Redaktionsworkshop: Vorbereitung der GFF-Praxistage und Themenarbeit

Zu einem zweitägigen Workshop hat sich das Team von GFF und sicht+sonnenschutz gestern und heute bei Holzmann Medien in Bad Wörishofen getroffen. Neben den Inhousis Reinhold Kober, Matthias Metzger, Andrea Mateja und Volo-Neuzugang Christian Lunkenheimer reisten die Home-Office-Redakteurinnen Kirsten Friedrichs und Regine Krüger aus Hannover an. Auf der Agenda standen die Vorbereitungen für die GFF-Praxistage vom 8. bis 9. November 2019 in Karlsruhe einschließlich Vor- und Nachberichterstattung für alle relevanten Print-, Online- und Social-Media-Kanäle (mehr dazu erfahren Sie in Kürze in einem Video). Weitere Schwerpunkte waren die Themenfindung für das zweite Halbjahr sowie die FENSTERBAU FRONTALE 2020, auf der erstmals auch der begehrte Award Fensterbauer des Jahres verliehen wird. So viel sei vorab verraten: Die Leser von GFF und sicht+sonnenschutz dürfen sich auf viele spannende Inhalte und exklusive Recherchen freuen!Foto: Friedrichs


Schloss- und Beschlagindustrie auf Wachstumskurs

Die Schloss- und Beschlagindustrie verzeichnete im Jahr 2018 ein Produktionsvolumen von 7,2 Millionen Euro. Auf den Bereich Bau entfielen 2,9 Millionen Euro, was einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für 2019 stehen die Zeichen ebenfalls auf Wachstum. „Die Stimmung in der Branche ist positiv“, sagte Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Fachverbands Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) bei der heutigen Jahresmitgliederversammlung im nordrhein-westfälischen Velbert. Auf der Agenda standen neben den Berichten über aktuelle Entwicklungen und der Jahresrechnung auch die Wahlen des Vorstands. Als Vorsitzender wurde Karl Kristian Woelm von der Woelm GmbH einstimmig wiedergewählt. Die anwesenden Mitglieder bestätigten auch die bisherigen Stellvertreter – Wolf Hoppe von der Hoppe AG und Michael Meier von der Simonwerk GmbH Baubeschlagtechnik – im Amt.

Mehr über die Themen, die den FVSB aktuell beschäftigen, sowie ein Interview mit dem Vorsitzenden Karl Kristian Woelm lesen Sie in der Sommerausgabe von GFF.


GFF im Gespräch mit Hans Wudy

Noch bis Ende August dieses Jahres ist Hans Wudy Schulleiter der Glasfachschule Zwiesel. Nach 22 Jahren verabschiedet er sich in den Ruhestand. Aus diesem Anlass sind die GFF-Reporter Reinhold Kober und Andrea Mateja heute für eine inoffizielle Verabschiedung nach Zwiesel in den Bayerischen Wald gefahren, um noch einmal mit Wudy (im Bild li.) zu sprechen. Der Noch-Schulleiter gewährte einen Einblick in sein Leben. Die Glasfachschule spielte dabei stets eine wichtige Rolle. Wudy absolvierte dort seine erste Ausbildung, arbeitete später nebenberuflich als Lehrer und trat dann die Stelle als Schulleiter an – zwischendurch war er zwar auch als Produktdesigner tätig, doch immer wieder zog es ihn an die Schule und zum Glas. „Schon während der Schulzeit hab ich mich mit dem Virus Glas infiziert. Die Arbeit mit dem Werkstoff fängt im Kopf an und geht dann durch die Hände, bis ein fertiges Stück entsteht  – und das hat mich schon immer sehr fasziniert“, sagte Wudy. Der Glasmacher-Autodidakt fertigte während seiner Tätigkeit als Schulleiter selbst immer wieder Vasen und andere Gegenstände aus Glas, die er vor einem Jahr sogar in einer Vernissage präsentierte. Die nächste Ausstellung kommt Anfang-September direkt nach dem Ende seiner Karriere als Schulleiter.

GFF holte Wudy für ein kurzes Interview vor die Kamera. Den Film gibt es nun online auf unserer Webseite. Einen ausführlichen Bericht finden Sie außerdem in unserer Sommerausgabe von GFF.


BF-Arbeitskreis tagt zu SmartHome

Langweilig, humorlos, trocken – all das ist die Sitzung des BF (Bundesverband Flachglas)-Arbeitskreises Systeme im Scheibenzwischenraum nicht. Davon konnte sich GFF heute persönlich überzeugen. In München tagte der Arbeitskreis, um die Überarbeitung des Merkblatts „Planungshilfe: Integrierte, bewegliche Systemeim Mehrscheiben-Isolierglas für Architekten, Planer und Verarbeiter“ voranzutreiben. Eine Frage war, inwieweit das Thema SmartHome berücksichtigt werden sollte. Hierzu holte sich das Gremium externen Input. Prof. Dr. Michael Krödel von der TH Rosenheim sprach über verschiedene Systeme und aktuelle Trends. Daraus leitete der AK Inhalte ab, die im BF-Merkblatt erscheinen sollen.

In der GFF-Sommerausgabe berichten wir ausführlich über die AK-Sitzung des BF.


Oknoplast: Jetzt geht es erst richtig los

„Wenn Menschen ihren 25. Geburtstag feiern, heißt es, dass sie gerade erst im Leben angekommen sind“, gab Oknoplast-Marketingleiterin Magdalena Cedro-Czubaj heute vor polnischen und deutschen Journalisten am Firmensitz in Krakau zu bedenken. Bei einem Unternehmen in diesem Alter von gestanden zu sprechen, sei zwar richtig, aber für Oknoplast gelte das gleiche, wie für einen Mittzwanziger: „Für uns geht es jetzt erst richtig los.“

Der polnische Fensterhersteller hat sich seit seiner Gründung 1994 stetig weiterentwickelt. „Wir sind mittlerweile zu einem internationalen Unternehmen geworden und wollen noch weiter wachsen. Für uns gibt es nur eine Richtung und die ist vorwärts“, sagte Mikolaj Placek, Präsident der Oknoplast Gruppe (im Bild auf dem Sofa links zusammen mit Verkaufsleiter Tomasz Radecki). Ein Beispiel: Um die Produktionskapazitäten künftig zu erhöhen, will Oknoplast den Standort in Krakau bis 2024 um 16.000 Quadratmeter erweitern.

Mehr zu Oknoplast, der Unternehmensentwicklung und der Strategie für die Zukunft lesen Sie in der großen Doppelausgabe von GFF.