BPH-Kongress: Den Zeitgeist getroffen

Was haben die Fridays for Future-Bewegung und Holzfenster gemeinsam? Ganz viel, wie Eduard Appelhans, Vorstand des Bundesverbands ProHolzfenster (BPH), zu Beginn des Holz-/HolzAlufenster-Kongresses in Bad Mergentheim erläuterte. Die Demonstrationen für mehr Umweltschutz zeigten, dass die im Verband organisierten Fensterbauer mit ihren Produkten die Antwort auf drängende Fragen haben. „Immer mehr Kunden achten darauf, welche Materialien zum Einsatz kommen und wie gefertigt wird“, sagte Appelhans. Diese Marktchance gelte es mit Selbstbewusstsein zu nutzen. Zum Ausklang des ersten Veranstaltungstages besichtigten die Teilnehmer die Fertigung von BPH-Mitglied Herbert Schenk im nahegelegenen Boxberg-Unterschüpf. Der Vollsortimenter beliefert mit seinen Holz- und Holz/Alu-Fenstern Fachhandel und Endkunden. Besonders stolz ist das Unternehmen auf die Oberfläche seiner Elemente.

Eine Zusammenfassung der Tagung lesen Sie in der GFF-Maiausgabe.


Niedersachsen: Neue Werkstatt für die Glaserausbildung

Mit einer Investitionssumme von fast 430.000 Euro wird die Glaserwerkstatt auf dem Campus Handwerk im niedersächsischen Garbsen bei Hannover noch bis etwa 2025 zu einem zukunftsfähigen Standort ausgebaut. Rund 150 angehende Glaser durchlaufen dort jedes Jahr die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU). Nach Abschluss der ersten Sanierungsphase wurde die Werkstatt heute im Rahmen der Mitgliederversammlung der Glaser-Innung Niedersachsen vorgestellt. Zur modernen Ausstattung gehören neben einem Fusing-Ofen und einer Sandstrahlanlage auch ein Schneidtisch, ein Plotter, Bandschleif- und Bohrmaschine sowie eine Doppelgehrungssäge. Ab 2022 erfolgt im nächsten Schritt die Modernisierung des Baukörpers. Roger Möhle, Geschäftsführer der Glaser-Innung Niedersachsen, ließ die Entwicklung der im Jahr 1974 errichteten Glaserwerkstatt Revue passieren. Als „Mann der ersten Stunde“ leitete der Glasermeister die ÜLU in Garbsen von 1974 bis 2009.

Den vollständigen Bericht über die Mitgliederversammlung und die neue Glaserwerkstatt lesen Sie in der Maiausgabe von GFF.

Foto: Friedrichs



IHM München – auf geht’s zur Livebaustelle

Mehr als 1.000 Aussteller machen die IHM München zur zentralen Leistungsplattform für das (deutschsprachige Bau-)Handwerk, den Besuch lohnt alleine die Livebaustelle in Halle C3, auf der bis zum 17. März 2019 unter den Augen der interessierten Besucher ein komplettes Haus entsteht. Wir besuchen Betriebe aus dem Umfeld der Zeitschriften GFF und sicht+sonnenschutz und sind mit Meinhard Berger von der R+S-Innung Südbayern verabredet – alle Berichte lesen Sie in den nächsten Ausgaben der Emailnewsletter GFF Report und sicht+sonnenschutz aktuell sowie in den nächsterreichbaren Printausgaben – viel Freude bei der Lektüre.


Bürkle beschleunigt den Laminierprozess

Vakuum, Hitze, Kühle – ein neuer Prozess zur Lamination von Verbundgläsern soll Taktzeiten von deutlich weniger als zehn Minuten ermöglichen und dabei die Kosten senken. Am Unternehmenssitz in Freudenstadt hat das Unternehmen Robert Bürkle 21 Vertretern aus der Glasbranche die neue Technologie in Theorie und Praxis vorgestellt. Der von Bürkle Inline Flat Lamination (IFL) genannte Prozess ist ein mehrstufiger Laminierprozess, der im ersten Schritt eine beidseitig beheizte Vakuum-Flachpresse nutzt. Im zweiten Schritt kommt eine Flachpresse zum Einsatz, durch die ebenfalls Wärme von oben und unten in das Produkt eingebracht wird. Eine Flachpresse mit gekühlten Pressplatten kühlt im Anschluss die Verbundgläser ab.

In der GFF-Aprilausgabe stellt GFF den Prozess im Detail vor.


Von BIV bis DIN 18008: Skypen mit Wolfgang Gastel

Im Skype-Redaktionsgespräch mit GFF saß heute Glasermeister Wolfgang Gastel, Zweiter Vorsitzender des Fachverbands GFF Baden-Württemberg, auf der anderen Seite der Leitung, die Fragen vor Ort stellte Redakteurin Andrea Mateja (links im Bild Redakteur Matthias Metzger in Bad Wörishofen, Foto: Faab). Thematisch deckte Gastel ein weites Feld ab: vom überraschenden Ausgang der BIV-Wahlen (inklusive Ausblick auf die anstehende Sitzung im März) über die Anforderungen an die staubfreie Baustelle bis hin zur sog. 0,8 Meter-Regelung der DIN 18008. Dass der als Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften in Baden-Württemberg politisch gut vernetzte Gastel die Finger im Spiel hatte, als die Bauministerkonferenz die geplante Regelung aufgrund zu erwartender steigender Baukosten zurückwies, ist nicht gänzlich auszuschließen. Er selbst sieht seinen Einfluss allerdings weit geringer. „Bei einem Gespräch mit dem baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller war das unnötige Verteuern des Bauens schon ein Thema, ich denke aber nicht, dass das der direkte Auslöser war, die 0,8 Meter-Regelung in der jetzigen Form zu verwerfen.“

Eine Zusammenfassung des Skype-Gesprächs lesen Sie in der GFF-Aprilausgabe.